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Kurzfilm: "Erinna an Sappho"

 
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Dr. Strangelove



Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 1805

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2012 07:22    Titel: Kurzfilm: "Erinna an Sappho" Antworten mit Zitat

Meine vierte Mörikeverfilmung.
http://www.patrickcinema.de/index.php?/root/erinna-an-sappho/
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"Un artiste est toujours jeune" Jean-Marie Straub
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Anmeldungsdatum: 29.04.2008
Beiträge: 211

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2012 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

In dieser Mörike-Übersetzung seh ich dich nun alle Register ziehen, im Gegensatz zu den vorigen Filmen wird hier, glaube ich, das Bild wirklich mit dem Text verwoben. Die bi-polaren Bilder, zum einen die an Ralph Steiners H²O erinnernden Wasserstudien und dagegen das feste, kompliziert strukturierte Baumgeäst. So wie Erinnas Tränen die romantische Zäsur markieren und im Angesicht ihrer existentiellen Spiegelerfahrung sich dem fließenden Lebenslauf anschmiegen, unterbricht der Film jene kontemplativen Ansichten schockartig durch die undurchdringlichen, festen Wege zum Hades, die sich als Bäume auf der rein sichtbaren Ebene ausnehmen. Eingerahmt von zwei Totalen, deren letzte die beiden Bildmotive vereint und ruhig stellt, während die Erzählerin zuletzt zwischen Hoffnung und Gewissheit verweilt. Erstaunlich, wie du mit der Leserin denselben zurücknehmenden und dabei alles zugleich betonenden Sprechstil finden konntest, den du selbst benutzt. Da sich hier nun Bild und Ton weniger als zwei eigenständige Ebenen ausformulieren, sondern das eine nun nur in Bezug auf das andere ist, besteht natürlich die Gefahr der gegenseitigen Illustration. Allerdings sehe ich gerade in dem Wechsel zwischen den Einstellungen, die jedesmal das Auge verwirren und sich neu ordnen lassen müssen, eine optische Lösung, die unterschwellig auch den Sinn des Gedichts tangiert, indem sie die leisen, nur indirekt angelegten Gefühlswechsel ausdrücken, die in dem Moment, da Erinna das Gedicht schreibt/liest somit expressiv werden; mit anderen Worten scheinst du mir hier also bis zur Wurzel des Gedichts vorgedrungen zu sein. Toller Film.
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Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
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Dr. Strangelove



Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 1805

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2012 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die lobenden Worte. In der Tat war das Werden dieses Films nicht einfach, ich habe lange um die richtigen Bilder gerungen. Die Sprachaufnahmen hatten es auch in sich, wahrlich ein Gang zum Hades, bis man den richtigen Ton getroffen hatte. Der Trick ist, dass der Sprecher den Text in- und auswendig kennen muss, damit er/sie ihn richtig sprechen kann.
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