Das Offkino in Bielefeld zeigt am morgigen Freitag, den 20. April 2012, innerhalb des “Kult”-Programms Ridley Scotts einflussreiches Science-Fiction-Meisterwerk “Der Blade Runner / Blade Runner” [USA / HK 1982] in der internationalen Kinofassung von 1982. Ich ziehe dieser Fassung zwar den Director’s Cut von 1992, die Final-Cut-Fassung aus dem Jahr 2007 und sogar den Workprint von 1982 vor, trotzdem bleibt der Film auch in der Kinofassung inklusive des Voice-Overs und des Happy Ends sehenswert. Projiziert wird eine 35mm-Kopie mit der deutschen Synchro.
Wir schreiben das Jahr 2019: Vier gentechnologisch hergestellte Menschen, sogenannte Replikanten, proben den Aufstand. Sie maßen sich an, ihre auf vier Jahre festgesetzte Lebensfrist verlängern zu lassen. Ihr Pech, dass Blade Runner Deckard (Harrison Ford) auf sie angesetzt ist. Er ist ein abgebrühter Profi, wenn es darum geht, Replikanten aufzuspüren und zu vernichten. Im verregneten Los Angeles der Zukunft macht er sich auf die Jagd…
Wie selten ein anderer Film wurde Ridley Scott`s “Blade Runner” stilbildend für alle Science-Fiction-Filme, die nach ihm kamen. Finstere Stadtlandschaften, Gleiter zwischen riesigen Hochhaustürmen, Dauerregen, Mutanten auf der Straße, allgegenwärtige Reklametafeln und eine düstere Endzeit-Atmosphäre ohne Hoffnung. Hier wurde der Zeitgeist der 80er Jahre in seiner Mischung aus Zukunftsangst und Faszination perfekt eingefangen, und hier wurde für mehr als 20 Jahre festgelegt, wie die Zukunft aussehen könnte.
Der Film war kommerziell ein Fehlschlag, fand aber bald eine treue Fangemeinde. Ein Jahrzent später wurde, in Absprache mit Ridley Scott, ein Director`s Cut erstellt, der seiner Vision „näher kommt“. Diese Fassung des Films verzichtet auf die Voice-over-Kommentare, die in der Kinoversion von 1982 vorhanden sind, und hat ein offenes, und kein erzwungen wirkendes Happy End. Dies alles, unterstützt von der großartigen Musik von Vangelis, trug dazu bei, dass “Blade Runner” mehr wurde als nur ein Film, dies machte ihn zum Kult.
Bei uns im Offkino läuft “Blade Runner” in der ersten, internationalen Kinoversion von 1982.
Am morgigen Freitag, den 9. März 2012, zeigt das Bielefelder Offkino innerhalb des Monatsprogramms “Trash” ein Double-Feature bestehend aus den Filmen “Attack of the 50 Foot Woman” und “Die Brut des Teufels“. Der Eintrittspreis beträgt 7,- Euro, ermäßigt sind 6,- Euro fällig.
Das US-amerikanische B-Movie “Attack of the 50 Foot Woman” [USA 1958, Nathan Juran] wird in der englischsprachigen Originalfassung als 16mm-Print gezeigt.
Harry Archer hat es auf das 50 Millionen Dollar Erbe seiner Frau Nancy abgesehen. Mit dem Geld möchte er sich mit seiner Geliebten Honey absetzen. Als Nancy plötzlich davon erzählt, dass sie in der Wüste auf ein riesiges Alien getroffen ist, sieht er die Chance seine Frau in die Psychiatrie einweisen zu lassen und so an das Geld zu kommen. Doch Nancys ungewöhnliche Begegnung der dritten Art hat zur Folge, dass sie zur 20-Meter-Frau mutiert. Entschlossen sich an ihrem untreuen Ehemann zu rächen, macht sie sich auf den Weg in die Stadt und hinterläßt eine Schneise der Verwüstung.
Das Bielefelder Offkino startet mit einem wahren Highlight in das neue Jahr. Am Freitag, den 6. Januar 2012, flimmert Ridley Scotts “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt / Alien” [GB / USA 1979] über die Leinwand. Auf Anfrage wurde mir bestätigt, dass es sich um die originale Kinofassung und nicht um die neue und völlig unnötige Schnittfassung aus dem Jahr 2004 handelt. Ridley Scott selbst hat 2006 in einem Interview zugegeben, dass er mit dem sogenannten “Director’s Cut” unzufrieden sei und diese Fassung eher aus Gründen des Marketings erstellt wurde.
Der erste Teaser-Trailer zu Ridley Scotts “Alien“-Prequel “Prometheus” [USA 2012]. Ich bleibe skeptisch, denn Ridley Scott hat seit 29 Jahren keinen herausragenenden Film mehr gedreht (Häufig sogar eher ziemliche Grütze.) und der ganzen Prequel-Bewegung stehe ich eh sehr skeptisch gegenüber. Ich möchte gar nicht wissen, was es z.B. mit dem Space-Jockey auf sich hat. Warum das Mysteriöse erklären und damit zerstören?
Ein Video über die Verpackung des US-amerikanischen “Krieg der Sterne / Star Wars“-Blu-ray Sets gab’s an dieser Stelle bereits am Montag. Ben von Blu-ray Filme hat gestern das Equivalent zum deutschen Set online gestellt.
Die kommende Blu-ray von “Lautlos im Weltraum / Silent Running” [USA 1972, Douglas Trumbull] aus dem Hause Masters of Cinema wird als reguläre “Limited Edition” sowie als “Limited Edition Steelbook” erscheinen.
Das britische Label Eureka hat eine Lizenzvereinbarung mit Universal getroffen. Auf Grund dessen werden demnächst einige Universal-Titel unter anderem auch innerhalb der Masters of Cinema-Reihe auf DVD und/oder Blu-ray erscheinen. Zu den ersten drei Filmen aus diesem Deal gehört “Island of Lost Souls” [USA 1932, Erle C. Kenton] mit Charles Laughton und Bela Lugosi, der bei Masters of Cinema am 24. Oktober 2011 allerdings nur auf DVD erscheint, während Criterion ihn in den USA am 25. Oktober 2011 auch auf Blu-ray bringt. Die Highlights der Ankündigung sind aber die weltweit ersten Blu-ray-Veröffentlichungen von Douglas Trumbulls “Lautlos im Weltraum / Silent Running” [USA 1972] und Orson Welles’ Film-Noir-Meisterwerk “Im Zeichen des Bösen / Touch of Evil” [USA 1958] am 14. November 2011. Drei Schnittfassungen von Welles’ Films existieren. Hier ein Text, den ich vor einiger Zeit dazu geschrieben habe:
Orson Welles drehte den Film für eine Gage von gerade einmal $125.000. Nicht gerade viel, da er nicht nur als Regisseur agierte, sondern auch noch für das Drehbuch verantwortlich war und eine der Hauptrollen spielte. Grundlage für das Drehbuch war der Roman “Badge of Evil” von Whit Masterson, den Welles zusammen mit dem nicht genannten Paul Monash adaptierte. Heraus kam ein düsterer Film Noir voller Intrigen, mit dem Welles bewies, daß es nur eines großartigen Regisseurs bedarf, um aus einer recht einfachen und banalen Story ein Meisterwerk zu machen. Zuvor gelang dies im Film Noir schon Regisseuren wie Howard Hawks mit “The Big Sleep” [1946] und Robert Aldrich in “Kiss me Deadly” [1955], später im Thriller Alfred Hitchcock mit “Psycho” [1960].
Orson Welles sollte aber auch bei diesem Film wieder kein Glück mit der Produktionsgesellschaft, in diesem Fall Universal, haben. Er verbrachte nach den Dreharbeiten im Jahr 1957 mehr als drei Monate mit dem Schnitt des Films, bevor Universal ihm auch diesen Film aus der Hand nahm.
In einer Ausgabe der “Cahiers du Cinema” aus dem Jahr 1958 sagte Welles einmal:
“I could work forever on the editing of a film. [...] I don’t know why it takes me so much time, but that has the effect of arousing the ire of the producers, who then take the film out of my hands.”
Anscheinend wird John W. Campbells Story “Who Goes There?” ca. alle 30 Jahre neu verfilmt. Den Anfang machten 1951 Christian Nyby und Howard Hawks mit “Das Ding aus einer anderen Welt / The Thing from Another World” [USA 1951], 1982 folgte John Carpenters Remake “Das Ding aus einer anderen Welt / The Thing” [USA 1982] und in diesem Jahr kommt “The Thing” [USA / CDN 2011] in die Kinos, das Spielfilmdebüt des Regisseurs Matthijs van Heijningen Jr.. Angekündigt wird es zwar als Prequel zum Carpenter-Klassiker, das die Vorgeschichte im norwegischen Antarktis-Camp erzählen soll, dem gerade veröffentlichten Trailer nach unterscheiden sich die beiden Geschichten aber anscheinend nicht allzu sehr voneinander. Selbst Anleihen bei Morricones Score werden gemacht. Ich bleibe skeptisch, bin aber darauf gespannt, wie die Verwandlungseffekte aussehen werden. Die großartigen Effekte von Rob Bottin sind aber eigentlich eh nicht zu übertreffen.
Atlas Film + Medien wird am 27. Mai 2011 im Vertrieb von Koch Media den neuseeländischen Science-Fiction-Film “Quiet Earth – Das letzte Experiment / The Quiet Earth” [NZ 1985, Geoff Murphy] erstmals auf Blu-ray und als DVD-Neuauflage veröffentlichen. Bisher war der Film auf DVD inklusive eines Audiokommentars des Produzenten und des Trailers bei Sunfilm erhältlich. Im Bereich des Bonusmaterials wird die Blu-ray bzw. die neue DVD nichts neues bieten.
Eines Morgens wacht Zac Hobson auf und muss feststellen, dass er der einzige Mensch auf der Welt zu sein scheint. So schlimm die Situation auch zu sein scheint, Zac sieht endlich die Möglichkeit gekommen, sich alle seine Wünsche zu erfüllen: er plündert die Konsumtempel der entvölkerten Stadt, rast mit einem Sportwagen weit jenseits des Tempolimits durch die City und geht in bester Rambo-Manier auf einen Zerstörungstrip, ohne sich um irgendwelche Gesetze kümmern zu müssen. Ihm gehört in diesem Moment die Stadt… oder vielleicht sogar die Welt?
Zum 25-jährigen Jubiläum in einer technisch überarbeiteten Fassung auf DVD – und erstmals auch als Blu-ray!
Einer der wegweisendsten und perfektesten Science-Fiction-Kultklassiker des modernen Kinos – spannend und revolutionär!
Mit “The Quiet Earth” begann die Erfolgsgeschichte des neuseeländischen Kinos (u.a. “Der Herr der Ringe”-Trilogie)
Eine Pressemitteilung von 20th Century Fox zur “Alien Anthology Facehugger Edition“, die am 26. Oktober 2010 in den Handel kommen sollte.
Frankfurt, 19. Oktober 2010 – Twentieth Century Fox Home Entertainment teilt heute mit, dass sich die Veröffentlichung der “Alien Anthology Facehugger Edition” um vier Wochen verschiebt. Neuer Starttermin für die Blu-ray Box mit allen “Alien”-Filmen und über 60 Stunden Bonusmaterial ist nun der 26. November. Grund für die Verschiebung ist das aufwändig gearbeitete Reliefcover mit dem typischen Alien-Facehugger, das in der Produktion mehr Zeit benötigt.
Die Verschiebung betrifft nicht die “Alien Anthology Egg Edition”, die wie geplant am 26. Oktober erscheint.
Wie jedes Jahr läßt es Criterion auch 2010 im Dezember etwas ruhiger angehen. So werden nur zwei Filme veröffentlicht. Vom auf DVD bereits erhältlichen “Videodrome” [CDN 1983, David Cronenberg] erscheint die Blu-ray-Ausgabe, Guillermo del Toros “Chronos / Cronos” [MEX 1993] wird auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. 7. Dezember 2010
#248 Blu-ray: “Videodrome” [CDN 1983, David Cronenberg] 1 Disc
$39.95
1.85:1
English
When Max Renn goes looking for edgy new shows for his sleazy cable TV station, he stumbles across the pirate broadcast of a hyperviolent torture show called Videodrome. As he struggles to unearth the origins of the program, he embarks on a hallucinatory journey into a shadow world of right-wing conspiracies, sadomasochistic sex games, and bodily transformation. Starring James Woods and Deborah Harry in one of her first film roles, Videodrome is one of writer/director David Cronenberg’s most original and provocative works, fusing social commentary with shocking elements of sex and violence. With groundbreaking special effects makeup by Academy Award®-winner Rick Baker, Videodrome has come to be regarded as one of the most influential and mind-bending science fiction films of the 1980s.
DIRECTOR-APPROVED SPECIAL EDITION:
High-definition digital transfer of the unrated version
Uncompressed monaural soundtrack
Two audio commentaries: David Cronenberg and director of photography Mark Irwin, and actors James Woods and Deborah Harry
Camera (2000), a short film starring Videodrome’s Les Carlson, written and directed by Cronenberg
Forging the New Flesh, a new half-hour documentary featurette by filmmaker Michael Lennick about the creation of Videodrome’s video and prosthetic makeup effects
Effects Men, a new audio interview with special makeup effects creator Baker and video effects supervisor Lennick
Bootleg Video: the complete footage of Samurai Dreams and seven minutes of transmissions from “Videodrome,” presented in their original, unedited form with filmmaker commentary
Fear on Film, a 26-minute roundtable discussion from 1982 between filmmakers Cronenberg, John Carpenter, John Landis, and Mick Garris
Original theatrical trailers and promotional featurette
Stills galleries featuring hundreds of rare behind-the-scenes production photos, special effects makeup tests, and publicity photos
A booklet featuring essays by writers Carrie Rickey, Tim Lucas, and Gary Indiana