Days of Being Wild heute auf 3sat

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Am 17. Juli feiert Wong Kar-wai seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlaß zeigt 3sat am heutigen Dienstag um 22:55 Uhr seinen Film „Days of Being Wild / A Fei zheng chuan“ [HK 1991], mit dem der in Shanghai geborene Regisseur seinen internationalen Durchbruch feierte. Der Film wird erstmals in deutscher Synchronisation ausgestrahlt … leider.

Der chinesische Dandy Yuddy stürzt sich von einer Affäre in die nächste. Zuerst verführt und verlässt er die naive Verkäuferin Li Chen, dann die Nachtclubtänzerin Fung Ying. Dabei sucht er eigentlich nur eine Frau: seine Mutter, die allerdings von ihm nichts wissen will.

 
Vor dem Film zeigt 3sat um 22:25 Uhr die Dokumentation „Kennwort Kino: Filmfabrik Hongkong“ [BRD 2008, Maik Platzen] in Erstausstrahlung.

Seit nun mehr als 10 Jahren gehört die ehemalige britische Kronkolonie Hongkong wieder zur Volksrepublik China. Zwar soll noch bis 2046 die Parole „Ein Land, zwei Systeme“ gelten, doch Veränderungen im politischen und kulturellen Leben Hongkongs sind schon heute zu sehen – auch in der Filmindustrie. In den turbulenten 80er und 90er Jahren wurden im Hollywood des fernen Ostens nach dem Motto „anything goes“ bis zu 300 Filme jährlich produziert – eine wilde Mischung verschiedener Genres, inmitten einer Welt von Stars und Sternchen, voller Dynamik und ohne Scheu vor dem künstlerischen und finanziellen Risiko.

Zwei Filme von Ingmar Bergman auf 3sat

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ingmar-bergman

Am 14. Juli 2008 wäre die schwedische Regielegende Ingmar Bergman 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß strahlt 3sat am Mittwoch, den 9. Juli 2008 um 22:25 Uhr den selten gezeigten Fernsehfilm „Dabei: Ein Clown / Lamar och gür sig till“ [S 1997, Ingmar Bergman] aus.

Zwei ältere Herren lernen sich im Sanatorium kennen. Ingenieur Carl hat vergeblich ein Patent für seine Erfindung des „Tonfilms“ beantragt. Als Professor Vogler eine Liebesgeschichte zwischen Franz Schubert und einer Wiener Femme fatale konstruiert, scheint doch etwas aus dem Projekt zu werden. Und dann gib es auch noch Pauline.

 
Am Freitag, den 11. Juli 2008 folgt ebenfalls um 22:25 Uhr „Das Schlangenei / The Serpent’s Egg“ [USA / BRD 1977, Ingmar Bergman].

Berlin 1923: In den Zeiten der wirtschaftlichen Depression gerät der arbeitslose amerikanische Artist Abel unter Mordverdacht und in die Fänge eines mysteriösen Arztes. Als Gegenleistung soll er sich für medizinische Experimente zur Verfügung stellen.

Interview mit Armin Mueller-Stahl

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Die Frankfurter Allgemeine hat sich mit Armin Mueller-Stahl unterhalten. Am Mittwoch, den 2. Juli 2008 strahlt die ARD die Auftaktsendung zur Reihe „Deutschland – Deine Künstler“ aus und würdigt darin den deutschen Schauspieler.

Okay, ich habe in Amerika einen ganz guten Ruf. Als Profi. Einen besseren vielleicht, als ich es verdiene. Aber den habe ich mir erarbeitet, indem ich den Beruf stets so ernst genommen habe, wie es geht. Ich habe nie versucht, leicht zu Geld zu kommen, und aufgepasst, was ich tue.

arte: Der absolute Film

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Heute Abend, am 30. Juni 2008, zeigt arte ein ganz besonderes Highlight. In der Stummfilm-Reihe wird um 23:55 Uhr „Der absolute Film: sechs Kurzfilme“ ausgestrahlt, eine Zusammenstellung von Avantgarde-Filmen, die im Mai 1925 von der „Novembergruppe“ in Berlin als Matinee-Vorstellung gezeigt wurde. Dabei handelt es sich um eine Fernsehpremiere. Während die meisten der Filme damals stumm gezeigt wurden, sind für die TV-Ausstrahlung historische und zeitgenössische Musiken neu eingespielt worden.

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Doku über die Tunguska-Katastrophe auf 3sat

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Am 30. Juni jährt sich ein Ereignis zum 100. Mal, über dessen genauen Ursprung sich angesehene Forscher und Experten (viele davon bestimmt selbsternannt) noch heute streiten: Die „Tunguska-Katastrophe“. Am 30. Juni 1908 ereignete sich in Sibirien in der Region Tunguska eine geheimnisvolle Explosion, gewaltiger als die von 1000 Hiroshima-Atombomben, die 60 bis 80 Millionen Bäume umknicken ließ und dessen Druckwelle noch in Berlin spürbar gewesen sein soll. Bis heute ist die Ursache nicht geklärt. Neben der seriösen Annahme eines explodierten Asteroiden gibt es zahlreiche andere Theorien, viele davon sind ziemlich abstrus und reichen von Atombombentests im Jahre 1908, über eine Atombombe in einer Zeitspalte bis hin zu einem explodierten Mückenschwarm. Diese vielfältigen Mythen waren Anlaß genug für die Filmemacher Christoph Schuch und Ute Mügge-Lauterbach einen Dokumentarfilm über das seltsame Ereignis zu drehen. „Das Rätsel von Tunguska“ [BRD 2008] wird heute Abend, am 27. Juni 2008, um 20:15 Uhr auf 3sat ausgestrahlt. Die taz ist voll des Lobes und rechnet es dem Sender hoch an, diese Doku ermöglicht zu haben.

Die Frankfurter Rundschau befasst sich in einem Artikel mit der Katastrophe. Weitere Infos sind ebenfalls auf den Seiten von 3sat zu finden.

Wer nicht bis zur Ausstrahlung der Sendung warten möchte, der kann sich den Dokumentarfilm auch in der Online-Mediathek von 3sat anschauen.

ARD: Debüt im Ersten

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Zum achten Mal startet in der ARD die Nachwuchs-Reihe „Debüt im Ersten“ mit den Filmen junger Filmemacher. Beginn ist am 30. Juni 2008. Acht Wochen lang wird jeden Montag um 22:45 Uhr ein Film ausgestrahlt. Das Programm sieht folgendermaßen aus:

30. Juni 2008 | 22:45 Uhr
Pinpong“ [BRD 2006, Matthias Luthardt]

7. Juli 2008 | 22:45 Uhr
Prinzessin“ [BRD 2006, Birgit Grosskopf]

14. Juli 2008 | 22:45 Uhr
Die fetten Jahre sind vorbei“ [BRD / A 2004, Hans Weingartner]

21. Juli 2008 | 22:45 Uhr
Die blaue Grenze“ [BRD 2005, Till Franzen]

28. Juli 2008 | 22:45 Uhr
Wahrheit oder Pflicht“ [BRD 2005, Arne Nolting, Jan Martin Scharf]

4. August 2008 | 22:45 Uhr
Haus der Wünsche“ [BRD 2007, Vanessa van Houten]

11. August 2008 | 22:45 Uhr
Alles Lüge – Auf der Suche nach Rio Reiser“ [BRD 2006, Barbara Teufel]

18. August 2008 | 22:45 Uhr
Das wahre Leben“ [BRD 2006, Alain Gsponer]
 
UPDATE (30.06.2008)
Der Tagesspiegel lobt die Filmreihe der ARD und stellt die einzelnen Filme vor.

Selbst wenn 22.45 Uhr nicht gerade „Primetime“ ist: Hin und wieder muss man die ARD auch mal loben, zum Beispiel für die Reihe „Debüt im Ersten“.

Ohrensessel-Podcast: NYPD Blue vs. KDD

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Bernd Begemann und seine Ohrensessel-Crew haben einen neuen Podcast online gestellt. In dieser Ausgabe ein Vergleich der amerikanischen Polizei-Serie „NYPD Blue“ [USA 1993 – 2005] und der deutschen Kopie „KDD – Kriminaldauerdienst“ [BRD 2007].

Als die erste Staffel NYDP Blue vor fünfzehn Jahren auf dem amerikanischen Fernsehsender ABC ausgestrahlt wurde, war das Fernsehpublikum schockiert: wackelige Handkameras, erschreckend realistische Gewaltszenen und explizite Darstellung von Sexualität. Zwanzig Grammys und die längste Ausstrahlungsdauer einer Polizeiserie beweisen, dass NYPD Blue mehr zu bieten hat, als nur Nackte und Tote. Nebenbei wurde der amerikanische Erfolg Vorbild für die deutsche Ausnahmeserie KDD – Kriminaldauerdienst. Im ZDF erstausgestrahlt, revolutioniert dieser Großstadtkrimi die bundesdeutsche TV-Landschaft.