The Art of Cinema #97: Das Urteil von Nürnberg

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Das Urteil von Nürnberg / Judgment at Nuremberg” [USA 1961, Stanley Kramer]

Zum Tod von Maximilian Schell, der am 31. Januar 2014 im Alter von 83 Jahren gestorben ist.

US Three Sheet | 41″ x 61″ | Wiederaufführung 1962, United Artists

Die Oscar-Nominierungen 2014

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Heute wurden die Nominierungen der 86. Academy Awards, die am 2. März 2014 stattfinden, bekannt gegeben. Als großer Favorit ins Rennen geht “American Hustle” [USA 2013, David O. Russell] mit zehn Nominierungen, unter anderen in jeder der Schauspielerkategorien, für den besten Film, die Regie, den Schnitt und das beste originale Drehbuch. Ebenfalls zehn Nominierungen erhielt “Gravity” [USA / GB 2013, Alfonso Cuarón], ein paar davon jedoch für die technischen Nebenkategorien. Mit neun Nominierungen folgt das Sklaverei-Drama “12 Years a Slave” [USA / GB 2013, Steve McQueen]. In sechs Kategorien treten die Filme “Captain Phillips” [USA 2013, Paul Greengrass], “Dallas Buyers Club” [USA 2013, Jean-Marc Vallée] und “Nebraska” [USA 2013, Alexander Payne] an. Je fünf Nominierungen konnten die Filme “Her” [USA 2013, Spike Jonze] und “The Wolf of Wall Street” [USA 2013, Martin Scorsese] ergattern. Es folgen mit vier Nominierungen “Philomena” [GB / USA / F 2013, Stephen Frears] und mit jeweils dreien die Filme “Blue Jasmine” [USA 2013, Woody Allen] und “Der Hobbit – Smaugs Einöde / The Hobbit: The Desolation of Smaug” [USA / NZ 2013, Peter Jackson], wobei letzterer nur in technischen Kategorien antreten wird. Der von einigen Kritikern favorisierte “Inside Llewin Davis” [USA 2013, Joel Coen, Ethan Coen] tritt nur in zwei Kategorien gegen seine Konkurrenten an, Filme wie “Prisoners” [USA 2013, Denis Villeneuve] oder “All is Lost” [USA 2013, J.C. Chandor] sind nur einmal nominiert, wobei Robert Redford für “All is Lost” nicht einmal bedacht wurde.

Best Picture

  • American Hustle
    Charles Roven, Richard Suckle, Megan Ellison, and Jonathan Gordon, Producers
  • Captain Phillips
    Scott Rudin, Dana Brunetti and Michael De Luca, Producers
  • Dallas Buyers Club
    Robbie Brenner and Rachel Winter, Producers
  • Gravity
    Alfonso Cuarón and David Heyman, Producers
  • Her
    Megan Ellison, Spike Jonze and Vincent Landay, Producers
  • Nebraska
    Albert Berger and Ron Yerxa, Producers
  • Philomena
    Gabrielle Tana, Steve Coogan and Tracey Seaward, Producers
  • 12 Years a Slave
    Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Steve McQueen and Anthony Katagas, Producers
  • The Wolf of Wall Street
    Nominees to be determined

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Die Oscar-Nominierungen 2014 – Livestream

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Am 2. März 2014 finden die diesjährigen Academy Awards statt. Heute gegen 14:38 Uhr unserer Zeit werden Chris Hemsworth und Academy-Präsidentin Cheryl Boone Isaacs die Nominierungen der Hauptkategorien bekannt geben. Die Veranstaltung kann per Stream mitverfolgt werden.

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The Film Experience hat eine Sammlung der 50 besten Filmplakate des Jahres 2013 zusammengestellt.

Der Jahresrückblick von PewPewPew.

Die Top-10-Filmlisten der Filmkritiker, die für RogerEbert.com schreiben.

Hanns-Georg Rodek und Martin Scholz haben sich für die Welt mit Robert Redford über dessen Rolle in “All is Lost” [USA 2013, J.C. Chandor] unterhalten. Der Film startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

Alexander Matzkeit von real virtuality fühlte sich nach “The Wolf of Wall Street” [USA 2013, Martin Scorsese] wegen der vielen Titten und der Mengen von Koks schmutzig.

Mit “The Wolf of Wall Street” [USA 2013] hat Martin Scorsese den F-Word-Rekord in Spielfilmen gebrochen und ist in der Top-20 nun dreimal vertreten, wie Variety berichtet.

Das Filmstudio Babelsberg hat 2013 schwarze Zahlen geschrieben, wie die Berliner Morgenpost meldet, der Standort müsse aber weiter kämpfen.

Jane Campion wird die Jury des kommenden Filmfestivals in Cannes leiten. Dietmar Dath von der FAZ nennt dies eine geschickte Wahl, denn sie könne das Festival von einem zwei Jahre alten Vorwurf entlasten.

Anne Thompson und Tom Brueggemann erläutern auf Thompson on Hollywood die zehn Schritte, die zu den Oscar-Nominierungen für den besten Film des Jahres führen.

Film Noir of the Week stellt den Film “Don’t Gamble with Strangers” [USA 1946, William Beaudine] vor.

Eine kurze Besprechung des Buches “Nazi-Chic und Nazi-Trash – Faschistische Ästhetik in der populären Kultur” von Marcus Stiglegger auf SplatterTrash.

Eine Liste der noch lebenden Leading-Ladies aus den Filmen von Alfred Hitchcock gibt’s auf Boy Culture.

A.V. Club meldet, dass der Filmproduzent und Regisseur Bernard Glasser am 2. Januar 2014 gestorben ist, allerdings nicht einen Tag vor seinem 90. Geburtstag, denn den hätte er am 3. Juni gefeiert.

Mit Run Run Shaw ist heute ein weiterer Produzent von uns gegangen. Dies meldet die New York Times. Der Mitbegründer der Shaw Brothers Studios wurde 106 Jahre alt.

Nicolas Cage ist heute 50 Jahre alt geworden. Der Tagesspiegel hat aus diesem Grund ein Interview vom Februar 2012 über seine Comic-Leidenschaft erneut veröffentlicht.

Les Blank ist tot

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Der Filmemacher Les Blank ist am 7. April 2013 im Alter von 77 Jahren gestorben. Vor allem bekannt ist er für seinen Dokumentarfilm “Die Last der Träume / Burden of Dreams” [USA 1982] über die Dreharbeiten von Werner Herzogs “Fitzcarraldo” [BRD / PE 1982], Roger Ebert schrieb 1982: “Les Blank’s Burden of Dreams is one of the most remarkable documentaries ever made about the making of a movie.” Außerdem drehte Les Blank den Kurzdokumentarfilm “Werner Herzog Eats His Shoe” [USA 1980], in dem Werner Herzog einen Wetteinsatz einlöste. Herzog hatte versprochen einen Schuh zu essen, wenn Errol Morris es schaffen würde, seinen Film “Gates of Heaven” [USA 1978] zu vollenden.

Eine Aufnahme von Werner Herzog aus dem Jahr 2005 über die Arbeitsmethoden seines Freundes und Kollegen.

Roger Ebert ist tot

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Vor zwei Tagen erst hatte der US-amerikanische Journalist Roger Ebert noch darüber geschrieben, dass er vor 46 Jahren, am 3. April 1967, zum Filmkritiker der Chicago Sun-Times wurde und dass er in Zukunft wegen seiner Gesundheit kürzer treten wolle. Bereits 2002 wurde bei Ebert Krebs festgestellt und im Jahr 2006 musste aus diesem Grund ein Teil seines Kieferknochens entfernt werden. Damit verlor er auch die Möglichkeit zu sprechen, was ihn aber in seiner Arbeit nicht bremste. Umso aktiver wurde er im InterNet. Allein im im letzten Jahr verfasste er 306 Filmkritiken. Heute musste sein Arbeitgeber, die Chicago Sun-Times, vermelden, dass Roger Ebert im Alter von 70 Jahren gestorben ist.

Die Oscar-Gewinner 2013

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Die Academy Awards 2013 sind Geschichte. Den einen großen Abräumer des Abends gab es nicht. Zwar konnte Ang Lees “Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger / Life of Pi” vier und somit die meisten Oscars gewinnen, die wichtigsten Kategorien konnte jedoch kein einzelner Film auf sich vereinen.

Als bester Film des Jahres wurde der sechsfach nominierte “Argo” ausgezeichnet, einen weiteren Oscar erhielt der Film für Chris Terrios adaptiertes Drehbuch. Seit “Driving Miss Daisy” im Jahr 1990 ist “Argo” der erste Film, der die Königskategorie gewinnen konnte, ohne dass der Regisseur – in diesem Fall Ben Affleck – überhaupt nominiert wurde. Diesen Oscar konnte Ang Lee zum zweiten Mal in Empfang nehmen. Der elffach nominierte “Life of Pi” erhielt außerdem die Trophäen für die beste Kamera, die Musik und die besten visuellen Effekte. Drei Goldjungen gingen an die Filmcrew von “Les Misérables“. Ausgezeichnet wurde die in acht Kategorien nominierte Musicalverfilmung für die beste Nebendarstellerin (Anne Hathaway), das beste Make-Up und die beste Tonmischung. Zwei Oscars gingen an Steven Spielbergs “Lincoln“, der mit zwölf Nominierungen als großer Favorit antrat. Dank Daniel Day-Lewis, der als bester Hauptdarsteller seinen nun dritten Oscar in Empfang nehmen konnte, und dank der Auszeichnung für das beste Szenenbild, blieb Steven Spielberg ein weiteres Waterloo wie 1986, als sein “Die Farbe Lila / The Color Purple” bei elf Nominierungen komplett leer ausging, erspart. Trotzdem kann man dieses Biopic als einen der großen Verlierer des Abends bezeichnen. Ebenfalls zwei Oscars erhielten “James Bond 007: Skyfall / Skyfall” (für den besten Song und für den besten Tonschnitt) und “Django Unchained“. Quentin Tarantino soll demnach das beste originale Drehbuch geschrieben haben. Christoph Waltz erhielt seine zweite Statue als bester Nebendarsteller. Österreich war an diesem Abend gleicht dreimal Teil der Zeremonie: Neben Waltz konnte auch sein Landsmann Michael Haneke einen Oscar in Empfang nehmen. “Liebe / Amour” erhielt ihn in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films. Dies blieb jedoch der einzige Oscar für das fünffach noninierte Kammerspiel. Außerdem gab es einen schönen “Sound of Music“-Gag. Eine kleine Überraschung gab es in der Kategorie des Tonschnitts, denn der Preis wurde gleich zweimal vergeben. Neben dem Team von “Skyfall” durften auch die Soundtüftler von “Zero Dark Thirty” auf die Bühne. Dies blieb auch die einzige Auszeichnung für Kathryn Bigelows Film, der mit insgesamt fünf Nominierungen ins Rennen ging.

Was gibt’s sonst zu berichten? Seth MacFarlane hat viel gesungen (unter anderem über “Boobs”), der echte Kirk schaltete sich aus der Zukunft ein und der falsche Kirk lief auch mal über die Bühne. Die Gewinner wurden fast ausschließlich mit Musik von John Williams von derselben vertrieben. Die Dankesrede des Gewinnerteams für die besten visuellen Effekte wurde nicht nur mit “Jaws“-Musik unterbrochen, als sie sich zu einem derzeitigen Protest äußern wollten, wurde ihnen das Mikrofon abgeschaltet. Die Academy hat’s nicht so mit kritischen oder politischen Äußerungen. Mit Politik schmücken mochte man sich hingegen schon, denn Michelle Obama durfte im Weißen Haus einen der Umschläge öffnen.

Bester Film

  • Argo– Grant Heslov, Ben Affleck, George Clooney
  • Beasts of the Southern Wild– Dan Janvey, Josh Penn, Michael Gottwald
  • Django Unchained– Stacey Sher, Reginald Hudlin, Pilar Savone
  • Liebe / Amour– Margaret Ménégoz, Stefan Arndt, Veit Heiduschka, Michael Katz
  • Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger / Life of Pi” – Gil Netter, Ang Lee, David Womark
  • Lincoln– Steven Spielberg, Kathleen Kennedy
  • Les Misérables– Tim Bevan, Eric Fellner, Debra Hayward, Cameron Mackintosh
  • Silver Linings / Silver Linings Playbook– Donna Gigliotti, Bruce Cohen, Jonathan Gordon
  • Zero Dark Thirty– Mark Boal, Kathryn Bigelow, Megan Ellison

Beste Regie

  • Michael Haneke – “Liebe / Amour
  • Ang Lee – “Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger / Life of Pi
  • David O. Russell – “Silver Linings / Silver Linings Playbook
  • Steven Spielberg – “Lincoln
  • Benh Zeitlin – “Beasts of the Southern Wild

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In Berlin wird der Saal 7 des CineStar OV im Sony Center derzeit mit Dolby-Atmos-Technik ausgestattet. Bei Digitale Leinwand gibt es mehr Infos dazu.

Die P.T.-Anderson-Fanseite Cigarettes & Red Vines startet eine mehrteilige Artikel-Reihe: Making The Master. Ein Interview mit dem Regisseur markiert den Start.

John Woo wird in Berlin ein Remake von Jean-Pierre Melvilles “Der eiskalte Engel / Le samurai” [F 1967] drehen. Die Welt hat sich mit dem Regisseur unterhalten.

Cinephilia & Beyond hat eine Liste der zehn besten Charlie-Rose-Interviews mit Film-Regisseuren (oder über sie) erstellt.

Das Drama-Blog nimmt einen Spiegel-Artikel zum Anlass für einen Artikel über die Serienlandschaften in den USA, Deutschland und Dänemark: “Breaking Bad, die Dänen und wir

Patrick Stewart schläft schauspielert.

Alexander Gajic, Autor der viel diskutierten vier Thesen zur deutschen Film-Blogosphäre, lädt Blogger am 9. Februar 2013 während der Berlinale zum Treffen ein.

YouTube möchte Geld verdienen und plant laut BASICthinking, kostenpflichtige Kanäle einzuführen.

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Auf Rafa Collection gibt es Fotos zum “Romper Stomper – Limited Edition Mediabook” und zum “Brother – Limited Edition Mediabook” aus dem Hause Capelight und außerdem einen Blick auf die eindrucksvolle DVD/Blu-ray-Sammlung des Seitenbetreibers zu sehen.

Neue Screenshot-Vergleiche bei caps-a-holic:

Screenshots der amerikanischen Blu-ray von “Looper” [USA / VRC 2012, Rian Johnson] aus dem Hause Sony gibt’s bei cinemasquid.

So so, “Django Christmas” wird also zum bleibenden Bestandteil der Geschichte der schwarzen US-Bevölkerung?! Quentin Tarantino glaubt wahrscheinlich wirklich daran.

Ich weiß nicht, wie lange es den Service schon gibt, aber ich bin erst jetzt auf die Video-on-Demand-Seite von absolut MEDIEN gestoßen.

Art of the Title stellt den Vorspann von “Eine Leiche zum Dessert / Murder by Death” [USA 1976, Robert Moore] vor.

Matte Shot – a tribute to Golden Era special fx beschäftigt sich ausführlich mit den Effect-Shots aus Orson Welles’ “Citizen Kane” [USA 1941].

Die Welt, Spiegel Online und die Süddeutsche über “James Bond – Skyfall” und die chinesische Zensur.

Sitzen demnächst keine Hollywood-Stars mehr auf dem “Wetten dass..?”-Sofa? Nach Tom Hanks und Halle Berry hat sich nun auch Denzel Washington zu der Sendung geäußert: Er findet sie altmodisch.

Ein Interview mit Rainer Rother, dem Direktor der Deutschen Kinemathek, in der Frankfurter Rundschau.

Hier in Dortmund muss demnächst wahrscheinlich eines der letzten alten Kinos (das seit dem Jahr 2000 leider nicht mehr bespielt wird) einem Geschäftshaus weichen. Mein Herz blutet jetzt schon. Wenn ich allerdings die Fotos von Eric Holubow sehe und den Text von Roger Ebert über die ehemaligen Filmpaläste Chicagos lese, dann hört es gar auf zu schlagen.

Georg Seeßlen schreibt über den “Bildraum, die Kamera, die Angst und die Grenze“.

Ein Interview mit Jonathan Rosenbaum über Charles Chaplin.

Berlinale 2013: Wettbewerb komplett

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Mit den letzten acht Bestätigungen ist der Wettbewerb der Berlinale 2013 komplett. Insgesamt 19 Filme konkurrieren um die Bären, fünf Filme laufen außer Konkurrenz, darunter auch Richard Linklaters “Before Midnight” (Bereits “Before Sunrise” und “Before Sunset” waren im Rahmen der Berlinale zu sehen.) und River Phoenix letzter Film “Dark Blood” von George Sluizer, den er 1993 drehte, der aber erst jetzt fertig gestellt werden konnte.

Die heutige Pressemitteilung:

Der Wettbewerb der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin ist komplett. 19 der 24 Filme des offiziellen Programms konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären. Folgende Länder sind im Wettbewerbsprogramm vertreten: Belgien, Bosnien und Herzegowina, Chile, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Hongkong/China, Iran, Kanada, Kasachstan, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik Korea, Rumänien, Russische Föderation, Schweiz, Slowenien, Spanien, Südafrika und USA.

Die feierliche Preisverleihung findet am Samstag, dem 16. Februar 2013 im Berlinale Palast statt. Als Abschlussfilm wird der Gewinner des Goldenen Bären gezeigt.

“Junge Talente und etablierte Filmkünstler präsentieren Filme, bei denen sich oft Realität und Fiktion verblüffend ähneln. Weltweit erlebt das Independent Cinema, die unabhängigen Filmproduktionen, einen Aufschwung. Schnell und turbulent: Das Leben ist hart aber unfair – macht aber trotzdem Spaß”, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.

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Fundbüro: Sight and Sound - The Top 50 Greatest Films of All Time

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Die vom BFI herausgegebende Zeitschrift Sight & Sound befragt seit 1952 alle zehn Jahre Filmkritiker, Akademiker, Filmhändler, Autoren und andere Cinephile aus verschiedenen Ländern nach den besten Filmen aller Zeiten. In diesem Jahr wurden über 1.000 Anfragen versendet, 846 Top-Ten-Listen wurden eingereicht, aus denen die diesjährige “The Top 50 Greatest Films of All Time“-Liste erstellt wurde.

1952 stand noch Vittorio de Sicas “Fahrraddiebe / Ladri di biciclette” [I 1948] an der Spitze, seit 1962 hatte Orson Welles’ “Citizen Kane” [USA 1941] fünf Jahrzehnte lang diese Position inne. In diesem Jahr musste Welles’ Portrait eines Zeitungsmagnaten den Platz räumen und Alfred Hitchcocks “Vertigo – Aus dem Reich der Toten / Vertigo” [USA 1958] überlassen. Ansonsten bietet die Liste altbekanntes.

Die Top-10:

  1. Vertigo – Aus dem Reich der Toten / Vertigo” [USA 1958, Alfred Hitchcock]
  2. Citizen Kane” [USA 1941, Orson Welles]
  3. Die Reise nach Tokio / Tôkyô monogatari” [J 1953, Yasujirô Ozu]
  4. Die Spielregel / La règle du jeu” [F 1939, Jean Renoir]
  5. Sonnenaufgang / Sunrise: A Song of Two Humans” [USA 1927, Freidrich Wilhelm Murnau]
  6. 2001: Odyssee im Weltraum / 2001: A Space Odyssey” [GB / USA 1968, Stanley Kubrick]
  7. Der schwarze Falke / The Searchers” [USA 1956, John Ford]
  8. Der Mann mit der Kamera / Chelovek s kino-apparatom” [UdSSR 1929, Dziga Vertov]
  9. Die Passion der Jungfrau von Orleans / La passion de Jeanne d’Arc” [F 1928, Carl Theodor Dreyer]
  10. Achteinhalb / 8 ½” [I / F 1963, Federico Fellini]

Chris Marker ist tot

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Der französische Schriftsteller, Fotograf und Filmemacher Chris Marker – der als Christian-François Bouche-Villeneuve geboren wurde – ist einen Tag nach seinem 91. Geburtstag gestorben. Dies berichtet L’Express. Markers bekanntester Film ist der aus Fotografien montierte “Am Rande des Rollfelds / La Jetée” [F 1962], der später als Vorlage für Terry Gilliams “12 Monkeys / Twelve Monkeys” [USA 1995] dienen sollte.

Petition zur Erhaltung des Cinecittà-Filmstudios

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Wie schon im März 2012 zu lesen war (als Beispiel ein Artikel der FAZ), droht dem traditionsreichen Cinecittà-Filmstudio vor den Toren Roms wegen Kürzungen des Etats die Schließung. Mittlerweile ist die Existenz des Geländes wohl auch durch Spekulanten bedroht. Mit einer Petition soll nun zum Erhalt des 75 Jahre alten Filmstudios beigetragen werden.

Having been warned by our colleague Ettore Scola, we, a grouping of European film-makers, find it scandalous that the Cinecitta studios, a centrepiece of world cinematographic heritage, are under threat from property speculators, and being shamefully considered with as little regard as a car park or a supermarket. Must this place, inseparable from the cinema of Fellini, Visconti, Comencini and Lattuada among others, be destroyed and replaced by a fitness centre? Weight loss at the expense of heritage and culture – how symbolic – not even Berlusconi dared do something similar.

European cinema professionals call for each and every one of us to get involved to save this cradle of European cinema and demand that the European authorities act quickly and responsibly to protect and class this historic cultural monument.

Petition to save Cinecitta / Mobilisation pour sauver CINECITTA
 
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Frank Pierson ist tot

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Frank Pierson ist gestern im Alter von 87 Jahren gestorben. Dies berichten die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die Variety und die Los Angeles Times. Pierson ist vor allem für seine Arbeit als Drehbuchautor bekannt. Aus seiner Feder stammen unter anderem die Bücher für “Der Unbeugsame / Cool Hand Luke” [USA 1967, Stuart Rosenberg], “Der Anderson-Clan / The Anderson Tapes” [USA 1971, Sidney Lumet] und “Hundstage / Dog Day Afternoon” [USA 1975, Sidney Lumet]. Für letzteren erhielt Pierson 1976 den Oscar. Seine bekannteste Regiearbeit dürfte das Remake “A Star is Born” [USA 1976] mit Barbra Streisand und Kris Kristofferson sein. Zuletzt hatte Pierson das Buch für die Episode “Signal 30” der TV-Serie “Mad Men” – für die er auch bei 25 Episoden als Consulting Producer tätig war – geschrieben.

Richard D. Zanuck ist tot

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Der US-amerikanische Filmproduzent Richard D. Zanuck ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Dies berichtet The Wrap. Der Sohn des berühmten Hollywood-Moguls und 20th Century Fox-Mitbegründers Darryl F. Zanuck war als Executive Vice President of Production der Fox für Welterfolge und Klassiker wie “Meine Lieder, meine Träume / The Sound of Music” [USA 1965, Robert Wise], “Planet der Affen / Planet of the Apes” [USA 1968, Franklin J. Schaffner], “Zwei Banditen / Butch Cassidy and the Sundance Kid” [USA 1969, George Roy Hill] und “M*A*S*H” [USA 1970, Robert Altman] zuständig. Außerdem produzierte er zusammen mit David Brown für Universal unter anderem Steven Spielbergs Kinodebüt “Sugarland Express / The Sugarland Express” [USA 1974] und dessen ersten Blockbuster “Der weiße Hai / Jaws” [USA 1975], der das Geschäft in Hollywood grundlegend verändern sollte. Bei “The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit / The Verdict” [USA 1982, Sidney Lumet], “Miss Daisy und ihr Chauffeur / Driving Miss Daisy” [USA 1989, Bruce Beresford], “Road to Perdition” [USA 2002, Sam Mendes] und einigen Tim Burton-Filmen, wie auch dem derzeit in den Kinos laufenden “Dark Shadows” [USA 2012], war er ebenfalls als Produzent tätig. Aber auch vor der Kamera saß er das ein oder andere Mal, da er für etliche Dokumentationen über Hollywood-Klassiker interviewt wurde. Ich muss sagen, ich habe mich immer gefreut, wenn er im Bonusmaterial einer DVD/Blu-ray auftauchte.