Letzte Nacht sind die Academy Awards über die Bühne gegangen. Es war eine äußerst langweilige Inszenierung und auch das Moderatoren-Team Alec Baldwin und Steve Martin konnte nicht überzeugen, auch im Vergleich zum vorherigen Jahr, als ein bestens aufgelegter Hugh Jackman durch die Show führte, besonders aber gegenüber Jon Stewart, der 2006 und 2008 ran durfte.
Der große Gewinner des letzten Abends war der Kriegsfilm “Tödliches Kommando - The Hurt Locker / The Hurt Locker” von Kathryn Bigelow, die als erste Frau mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Mit neun Nominierungen ging er ins Rennen und konnte insgesamt sechs Preise abräumen, darunter auch den für den besten Film des Jahres. Meiner Meinung nach völlig verdient. James Camerons “Avatar” hingegen räumt derzeit noch mächtig an den Kinokassen ab, bei der Oscar-Verleihung jedoch mußte sich der Film von Kathryn Bigelows Ex-Mann mit drei Statuen begnügen. Michael Haneke konnte mit “Das weisse Band” keinen Oscar nach Deutschland holen, auch Christian Bergers Kameraarbeit wurde nicht honoriert.
Mit meinen Oscar-Tipps beim Gutschein-Codes.de-Gewinnspiel war ich nicht sonderlich erfolgreich. Bei den 21 von mir ausgesuchten Kategorien liege ich zwar bei 14 richtig, bei sieben hingegen nicht, womit ich auf einen Endstand von sieben Punkten komme. Das reicht bei weitem nicht für den 250€-amazon-Gutschein. Schade.
Die Verteilung der Oscars:
6 Oscars
“Tödliches Kommando - The Hurt Locker / The Hurt Locker” (9 Nominierungen)
3 Oscars
“Avatar” (9 Nominierungen)
2 Oscars
“Crazy Heart” (3 Nominierungen)
“Oben / Up” (5 Nominierungen)
“Precious: Based on the Novel Push by Sapphire” (6 Nominierungen)
1 Oscar
“The Blind Side” (2 Nominierungen)
“The Young Victoria” (3 Nominierungen)
“Star Trek” (4 Nominierungen)
“Inglourious Basterds” (8 Nominierungen)
Die Gewinner im Einzelnen:
Performance by an actor in a supporting role
Christoph Waltz in “Inglourious Basterds”
Best animated feature film of the year
“Up” Pete Docter
Der heutige zweite Tag der Berlinale steht ganz im Zeichen von Fritz Langs “Metropolis” [D 1927]. Der Film wurde nach der 2008 gemachten Wiederentdeckung des bisher fehlenden Materials durch die Murnau-Stiftung digital restauriert. Heute feiert diese Rekonstruktion im (ungemütlichen) Friedrichstadtpalast in Berlin und in der Alten Oper in Frankfurt am Main ihre Premiere. Aber nicht nur dort: Wer trotz Eiseskälte und fehlender Premierenkarte nicht auf die Vorführung auf einer großen Leinwand verzichten möchte, kann sich zum Public Viewing am Brandenburger begeben. Etwas wärmer wird’s wohl vor dem heimischen Fernseher sein. arte zeigt den Film ab 20:40 Uhr. Um 20:15 Uhr beginnt bereits die Präsentation der Live-Übertragung, um 23:10 Uhr schließt sich an den Film die Dokumentation “Die Reise nach Metropolis” [BRD 2009, Artem Demenok] an. Aber das ist noch nicht alles. Wer keinen Fernseher besitzt oder unterwegs ist und zumindest eine InterNet-Verbindung hat, muß nicht auf den Stummfilm verzichten. Ebenfalls arte bietet einen Livestream vom Public-Viewing am Brandenburger Tor an.
All right! You put a shiv in my partner. You know what that means? Goddammit! All winter long I got to listen to him gripe about his bowling scores. Now I’m gonna bust your ass for those three bags and I’m gonna nail you for picking your feet in Poughkeepsie.
Heute feiert der US-amerikanische Schauspieler GeneHackman seinen 80. Geburtstag. Die FAZ und der Tagesspiegel gratulieren.
Die bekannte britische Schauspielerin JeanSimmons ist gestern an den Folgen von Lungenkrebs wenige Tage vor ihrem 81. Geburtstag gestorben. Simmons ist bekannt aus Filmen wie David Leans “Geheimnisvolle Erbschaft / Great Expectations” [GB 1946], Powell & Pressburgers “Schwarze Narzisse / Black Narcissus” [GB 1947], Laurence Oliviers “Hamlet” [GB 1948], Otto Premingers Film-Noir “Engelsgesicht / Angel Face” [USA 1952], der ersten CinemaScope-Produktion “Das Gewand / The Robe” [USA 1953, Henry Koster], Henry Kosters Napoleon-Film “Desirée” [USA 1954], William Wylers Edelwestern “Weites Land / The Big Country” [USA 1958], Stanley Donens “Vor Hausfreunden wird gewarnt / The Gras is Greener” [GB 1960] und Stanley Kubricks “Spartacus” [USA 1960].
Die L.A. Times erinnert an die Schauspielerin, die Süddeutsche Zeitung hat eine erweiterte dpa-Meldung veröffentlicht. Bei der BBC ist ein kurzes Video über sie zu sehen.
Nachdem am 15. Dezember 2009 bereits die ersten sieben Wettbewerbsfilme der diesjährigen Jubiläums-Berlinale bekannt gegeben wurden - darunter auch die neuen Filme von Roman Polanski und Martin Scorsese - hat die Berlinale-Leitung heute eine Liste mit weiteren 18 Filmen des Wettbewerbs veröffentlicht. Vertreten sind Filme von Pernille Fischer, Noah Baumbach, Rob Epstein und Jeffrey Friedman, Oskar Roehler, Yoji Yamada, Zhang Yimou und Thomas Vinterberg. Somit steht nur noch ein weiterer, bekanntzugebender Film aus.
Der US-amerikanische Drehbuchautor DanO’Bannon ist gestern im Alter von 63 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. O’Bannon lernte als Student in den 60er Jahren John Carpenter an der USC kennen. 1970 drehten die beiden zusammen den Kurzfilm “Dark Star“, der 1974 in einer von Carpenter erweiterten Fassung in die Kinos kam. Dan O’Bannon war für das Drehbuch und die Special Effects zuständig, außerdem war er in der Rolle des Sgt. Pinback zu sehen. Das obige Bild stammt aus diesem Film. Danach blieb O’Bannon der Science Fiction treu. So arbeitete er an den optischen Effekten des ersten “Krieg der Sterne / Star Wars” [USA 1977, George Lucas] mit. 1979 schrieb er sich in die Filmgeschichte ein, als Ridley Scotts “Alien” [GB / USA 1979] nach seinem Drehbuch in die Kinos kam. Die Idee zum Film entwickelte er zusammen mit seinem Freund Ronald Shusett. An diesen Erfolg konnte er später zwar nicht mehr anknüpfen, viele seiner von ihm geschriebenen Filme wie “Tot & begraben / Dead & Buried” [USA 1981, Gary Sherman], “Das fliegende Auge / Blue Thunder” [USA 1983, John Badham], “Lifeforce - Die tödliche Bedrohung / Lifeforce” [GB 1985, Tobe Hooper], “Invasion vom Mars / Invaders from Mars” [USA 1986, Tobe Hooper] und vor allem “Total Recall - Die totale Erinnerung / Total Recall” [USA 1990, Paul Verhoeven] sind jedem Fan des phantastischen Films aber immer noch bekannt.
Der 1989 gestorbene Schauspieler und Regisseur JohnCassavetes wäre heute 80 Jahre alt geworden. Der Film-Dienst hat zwei Artikel der Ausgabe 24/2009 online gestellt: I. John Cassavetes, der Regisseur | II. John Cassavetes, der Schauspieler. Die heutige Kalenderblatt-Sendung des Deutschlandradios beschäftigt sich ebenfalls mit dem Filmemacher und Begründer des amerikanische Independent-Films. Leider ist die Sendung nicht als MP3, sondern nur in Textform verfügbar.
Die interessanteste DVD-Veröffentlichung eines Teils seiner Regiearbeiten stellt die “John Cassavetes: Five Films“-8-DVD-Box von Criterion dar. Die Filme sind mit etwas anderer Ausstattung auch in Deutschland bei Koch Media erschienen. Die deutschsprachigen Veröffentlichungen werden im Podcast “cont.ra DVD - John Cassavetes” vom 6. September 2007 in der ARD Mediathek besprochen.
Bei Twitter hatte ich die Nachricht heute bereits als Retweet, hier aber auch noch mal die Pressemitteilung (auch als PDF) zum Nachlesen:
Werner Herzog wird Jury-Präsident der 60. Berlinale
Werner Herzog, einer der bedeutendsten Filmemacher des Autorenkinos, wird Jury-Präsident der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin.
Als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Neuen Deutschen Films prägte er eine ganze Ära von Filmschaffenden. In seiner knapp 50jährigen Filmkarriere schuf Herzog über 50 Filme, neben den bekannten Spielfilmen stehen dabei ebenso beeindruckende dokumentarische Arbeiten. Zudem machte er sich als Opernregisseur, Autor, Produzent und Schauspieler einen Namen und engagiert sich mit seiner Rogue Film School für den Filmnachwuchs. Das TIME Magazin wählte Werner Herzog 2009 zu einer der 100 einflussreichsten Personen weltweit.
„Werner Herzogs Filme zeugen von der künstlerischen Kraft des Kinos. Ich freue mich, dass wir diesen herausragenden Regisseur als Jury-Präsidenten für unser 60. Jubiläum gewinnen konnten“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.
60 Jahre Berlinale. Dieses Jubiläum wird 2010 in der Hauptstadt nicht nur gefeiert, sondern auch auf den Leinwänden sichtbar gemacht. “Play It Again” lautet das Motto der Retrospektive der Internationalen Filmfestspiele Berlin, die vom 11. bis zum 21. Februar 2010 stattfinden werden. Filme aus 60 Jahren Berlinale eben.
1960 lief im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin ein Film, der mit allen filmischen Konventionen brach und die Kritiker sprachlos machte. Mit A bout de souffle (Außer Atem, Frankreich 1959/60) gelang dem jungen Godard nicht nur der internationale Durchbruch − der Einzug der Nouvelle Vague stellt rückblickend auch einen der markantesten Wendepunkte in der Geschichte des Festivals dar. Mit einem Streifzug durch 60 Jahre Berlinale-Vergangenheit bringt die Retrospektive PLAY IT AGAIN …! Entdeckungen von einst auf die große Leinwand zurück und wirft exemplarisch Schlaglichter auf die Entwicklung des Festivals: von den ersten Dekaden, die im Zeichen des Kalten Kriegs standen, über die Öffnung für Filme aus sozialistischen Ländern bis hin zum Ende der politischen Teilung Europas, das das Festival vor rund 20 Jahren aus dem Balanceakt zwischen kultureller Offenheit und politischer Einflussnahme befreite. In den 1980er und 90er Jahren hatte sich die Berlinale als Plattform für das osteuropäische und asiatische Kino etabliert und in jüngster Vergangenheit stellte sie verstärkt deutsche Filme gleichberechtigt neben internationale Produktionen.
Nachdem es erste Hinweise darauf gab, wurde auf der WebSite der Berlinale nun offiziell bekannt gegeben, daß die rekonstruierte Fassung von Fritz Langs “Metropolis” [D 1927] inklusive der wiederentdeckten Szenen am 12. Februar 2010 bei den 60. Internationalen Filmfestspielen Berlin 2010 Premiere feiern wird.
Fritz Langs Originalfassung von Metropolis von 1927 kehrt bei den 60. Internationalen Filmfestspielen Berlin 2010 auf die Kinoleinwand zurück. In einer Galavorstellung am 12. Februar 2010 im Friedrichstadtpalast wird die von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restaurierte Fassung des Stummfilmklassikers 83 Jahre nach dessen Uraufführung ihre Premiere feiern. Nach der Originalpartitur von Gottfried Huppertz wird die Aufführung vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent Frank Strobel begleitet. Zur Premiere wird Kulturstaatsminister Bernd Neumann kommen.
Zeitgleich zur Berlinale findet am 12. Februar die Uraufführung in Frankfurt am Main statt, die Vorstellung in der Alten Oper wird von dem Staatsorchester Braunschweig unter Leitung von Helmut Imig begleitet.
James Bond mußte es in seiner bisher 47 Jahre andauernden Karriere als Geheimagent ihrer Majestät und Dauer-007 mit einer ganzen Reihe an Bösewichtern, Stahlbeißern und Welteroberern aufnehmen. In seinem ersten Leinwandabenteuer von 1962 war sein Widersacher der titelgebende “Dr. No“, verkörpert durch JosephWiseman. Der am 15. Mai 1918 in Montreal geborene Schauspieler ist am 19. Oktober in New York gestorben.
[via: Cinema Retro]
Auf Twitter läuft derzeit ein Screenshotquiz, gestern initiiert von Moviepilot (WebSite | Twitter). Wie man mitmacht? Ganz einfach … ein Twitter-Account natürlich vorausgesetzt: In der Twitter-Suchmaschine screenshotquiz eingeben und mitraten. Wer den gesuchten Film als erster erkennt, ist als nächster dran. Screenshot per Twitter verbreiten, im Tweet “#screenshotquiz” unterbringen und weiter geht’s.
PatrickSwayze, bekannt vor allem aus den Megaerfolgen “Dirty Dancing” und “Ghost - Nachricht von Sam“, aber auch aus Kathryn Bigelows Actionfilm “Gefährliche Brandung” und der TV-Miniserie “Fackeln im Sturm” , ist gestern in Los Angeles im Alter von 57 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben.
Es sei ein harter Sommer gewesen, twitterte Amerikas Talkshow-Königin Barbara Walters vor kurzem, es seien zu viele Freunde gestorben. Amerika trauerte in den warmen Monaten dieses Jahres um ein Pop-Genie (Michael Jackson), das nette Mädchen von nebenan (Farah Fawcett), eine Nachrichten-Instanz (Walter Cronkite), einen legendären Senator (Ted Kennedy).
Nun müssen Walters und Amerika kurz vor dem offiziellen Sommerende ihre Trauerliste um einen weiteren prominenten Namen ergänzen - und um eine weitere Kategorie: das allseits beliebte Sexsymbol. Schauspieler Patrick Swayze ist am Montagabend mit 57 Jahren im Kreis seiner Familie in Los Angeles gestorben, wohin er sich zum Sterben zurückgezogen hatte. Der Spiegel: Abschied vom ewigen Tanzlehrer