Les Blank ist tot

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Der Filmemacher Les Blank ist am 7. April 2013 im Alter von 77 Jahren gestorben. Vor allem bekannt ist er für seinen Dokumentarfilm “Die Last der Träume / Burden of Dreams” [USA 1982] über die Dreharbeiten von Werner Herzogs “Fitzcarraldo” [BRD / PE 1982], Roger Ebert schrieb 1982: “Les Blank’s Burden of Dreams is one of the most remarkable documentaries ever made about the making of a movie.” Außerdem drehte Les Blank den Kurzdokumentarfilm “Werner Herzog Eats His Shoe” [USA 1980], in dem Werner Herzog einen Wetteinsatz einlöste. Herzog hatte versprochen einen Schuh zu essen, wenn Errol Morris es schaffen würde, seinen Film “Gates of Heaven” [USA 1978] zu vollenden.

Eine Aufnahme von Werner Herzog aus dem Jahr 2005 über die Arbeitsmethoden seines Freundes und Kollegen.

Roger Ebert ist tot

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Vor zwei Tagen erst hatte der US-amerikanische Journalist Roger Ebert noch darüber geschrieben, dass er vor 46 Jahren, am 3. April 1967, zum Filmkritiker der Chicago Sun-Times wurde und dass er in Zukunft wegen seiner Gesundheit kürzer treten wolle. Bereits 2002 wurde bei Ebert Krebs festgestellt und im Jahr 2006 musste aus diesem Grund ein Teil seines Kieferknochens entfernt werden. Damit verlor er auch die Möglichkeit zu sprechen, was ihn aber in seiner Arbeit nicht bremste. Umso aktiver wurde er im InterNet. Allein im im letzten Jahr verfasste er 306 Filmkritiken. Heute musste sein Arbeitgeber, die Chicago Sun-Times, vermelden, dass Roger Ebert im Alter von 70 Jahren gestorben ist.

Die Oscar-Gewinner 2013

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Die Academy Awards 2013 sind Geschichte. Den einen großen Abräumer des Abends gab es nicht. Zwar konnte Ang Lees “Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger / Life of Pi” vier und somit die meisten Oscars gewinnen, die wichtigsten Kategorien konnte jedoch kein einzelner Film auf sich vereinen.

Als bester Film des Jahres wurde der sechsfach nominierte “Argo” ausgezeichnet, einen weiteren Oscar erhielt der Film für Chris Terrios adaptiertes Drehbuch. Seit “Driving Miss Daisy” im Jahr 1990 ist “Argo” der erste Film, der die Königskategorie gewinnen konnte, ohne dass der Regisseur – in diesem Fall Ben Affleck – überhaupt nominiert wurde. Diesen Oscar konnte Ang Lee zum zweiten Mal in Empfang nehmen. Der elffach nominierte “Life of Pi” erhielt außerdem die Trophäen für die beste Kamera, die Musik und die besten visuellen Effekte. Drei Goldjungen gingen an die Filmcrew von “Les Misérables“. Ausgezeichnet wurde die in acht Kategorien nominierte Musicalverfilmung für die beste Nebendarstellerin (Anne Hathaway), das beste Make-Up und die beste Tonmischung. Zwei Oscars gingen an Steven Spielbergs “Lincoln“, der mit zwölf Nominierungen als großer Favorit antrat. Dank Daniel Day-Lewis, der als bester Hauptdarsteller seinen nun dritten Oscar in Empfang nehmen konnte, und dank der Auszeichnung für das beste Szenenbild, blieb Steven Spielberg ein weiteres Waterloo wie 1986, als sein “Die Farbe Lila / The Color Purple” bei elf Nominierungen komplett leer ausging, erspart. Trotzdem kann man dieses Biopic als einen der großen Verlierer des Abends bezeichnen. Ebenfalls zwei Oscars erhielten “James Bond 007: Skyfall / Skyfall” (für den besten Song und für den besten Tonschnitt) und “Django Unchained“. Quentin Tarantino soll demnach das beste originale Drehbuch geschrieben haben. Christoph Waltz erhielt seine zweite Statue als bester Nebendarsteller. Österreich war an diesem Abend gleicht dreimal Teil der Zeremonie: Neben Waltz konnte auch sein Landsmann Michael Haneke einen Oscar in Empfang nehmen. “Liebe / Amour” erhielt ihn in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films. Dies blieb jedoch der einzige Oscar für das fünffach noninierte Kammerspiel. Außerdem gab es einen schönen “Sound of Music“-Gag. Eine kleine Überraschung gab es in der Kategorie des Tonschnitts, denn der Preis wurde gleich zweimal vergeben. Neben dem Team von “Skyfall” durften auch die Soundtüftler von “Zero Dark Thirty” auf die Bühne. Dies blieb auch die einzige Auszeichnung für Kathryn Bigelows Film, der mit insgesamt fünf Nominierungen ins Rennen ging.

Was gibt’s sonst zu berichten? Seth MacFarlane hat viel gesungen (unter anderem über “Boobs”), der echte Kirk schaltete sich aus der Zukunft ein und der falsche Kirk lief auch mal über die Bühne. Die Gewinner wurden fast ausschließlich mit Musik von John Williams von derselben vertrieben. Die Dankesrede des Gewinnerteams für die besten visuellen Effekte wurde nicht nur mit “Jaws“-Musik unterbrochen, als sie sich zu einem derzeitigen Protest äußern wollten, wurde ihnen das Mikrofon abgeschaltet. Die Academy hat’s nicht so mit kritischen oder politischen Äußerungen. Mit Politik schmücken mochte man sich hingegen schon, denn Michelle Obama durfte im Weißen Haus einen der Umschläge öffnen.

Bester Film

  • Argo– Grant Heslov, Ben Affleck, George Clooney
  • Beasts of the Southern Wild– Dan Janvey, Josh Penn, Michael Gottwald
  • Django Unchained– Stacey Sher, Reginald Hudlin, Pilar Savone
  • Liebe / Amour– Margaret Ménégoz, Stefan Arndt, Veit Heiduschka, Michael Katz
  • Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger / Life of Pi” – Gil Netter, Ang Lee, David Womark
  • Lincoln– Steven Spielberg, Kathleen Kennedy
  • Les Misérables– Tim Bevan, Eric Fellner, Debra Hayward, Cameron Mackintosh
  • Silver Linings / Silver Linings Playbook– Donna Gigliotti, Bruce Cohen, Jonathan Gordon
  • Zero Dark Thirty– Mark Boal, Kathryn Bigelow, Megan Ellison

Beste Regie

  • Michael Haneke – “Liebe / Amour
  • Ang Lee – “Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger / Life of Pi
  • David O. Russell – “Silver Linings / Silver Linings Playbook
  • Steven Spielberg – “Lincoln
  • Benh Zeitlin – “Beasts of the Southern Wild

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Verlinkt: Film

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In Berlin wird der Saal 7 des CineStar OV im Sony Center derzeit mit Dolby-Atmos-Technik ausgestattet. Bei Digitale Leinwand gibt es mehr Infos dazu.

Die P.T.-Anderson-Fanseite Cigarettes & Red Vines startet eine mehrteilige Artikel-Reihe: Making The Master. Ein Interview mit dem Regisseur markiert den Start.

John Woo wird in Berlin ein Remake von Jean-Pierre Melvilles “Der eiskalte Engel / Le samurai” [F 1967] drehen. Die Welt hat sich mit dem Regisseur unterhalten.

Cinephilia & Beyond hat eine Liste der zehn besten Charlie-Rose-Interviews mit Film-Regisseuren (oder über sie) erstellt.

Das Drama-Blog nimmt einen Spiegel-Artikel zum Anlass für einen Artikel über die Serienlandschaften in den USA, Deutschland und Dänemark: “Breaking Bad, die Dänen und wir

Patrick Stewart schläft schauspielert.

Alexander Gajic, Autor der viel diskutierten vier Thesen zur deutschen Film-Blogosphäre, lädt Blogger am 9. Februar 2013 während der Berlinale zum Treffen ein.

YouTube möchte Geld verdienen und plant laut BASICthinking, kostenpflichtige Kanäle einzuführen.

Verlinkt

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Auf Rafa Collection gibt es Fotos zum “Romper Stomper – Limited Edition Mediabook” und zum “Brother – Limited Edition Mediabook” aus dem Hause Capelight und außerdem einen Blick auf die eindrucksvolle DVD/Blu-ray-Sammlung des Seitenbetreibers zu sehen.

Neue Screenshot-Vergleiche bei caps-a-holic:

Screenshots der amerikanischen Blu-ray von “Looper” [USA / VRC 2012, Rian Johnson] aus dem Hause Sony gibt’s bei cinemasquid.

So so, “Django Christmas” wird also zum bleibenden Bestandteil der Geschichte der schwarzen US-Bevölkerung?! Quentin Tarantino glaubt wahrscheinlich wirklich daran.

Ich weiß nicht, wie lange es den Service schon gibt, aber ich bin erst jetzt auf die Video-on-Demand-Seite von absolut MEDIEN gestoßen.

Art of the Title stellt den Vorspann von “Eine Leiche zum Dessert / Murder by Death” [USA 1976, Robert Moore] vor.

Matte Shot – a tribute to Golden Era special fx beschäftigt sich ausführlich mit den Effect-Shots aus Orson Welles’ “Citizen Kane” [USA 1941].

Die Welt, Spiegel Online und die Süddeutsche über “James Bond – Skyfall” und die chinesische Zensur.

Sitzen demnächst keine Hollywood-Stars mehr auf dem “Wetten dass..?”-Sofa? Nach Tom Hanks und Halle Berry hat sich nun auch Denzel Washington zu der Sendung geäußert: Er findet sie altmodisch.

Ein Interview mit Rainer Rother, dem Direktor der Deutschen Kinemathek, in der Frankfurter Rundschau.

Hier in Dortmund muss demnächst wahrscheinlich eines der letzten alten Kinos (das seit dem Jahr 2000 leider nicht mehr bespielt wird) einem Geschäftshaus weichen. Mein Herz blutet jetzt schon. Wenn ich allerdings die Fotos von Eric Holubow sehe und den Text von Roger Ebert über die ehemaligen Filmpaläste Chicagos lese, dann hört es gar auf zu schlagen.

Georg Seeßlen schreibt über den “Bildraum, die Kamera, die Angst und die Grenze“.

Ein Interview mit Jonathan Rosenbaum über Charles Chaplin.

Berlinale 2013: Wettbewerb komplett

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Mit den letzten acht Bestätigungen ist der Wettbewerb der Berlinale 2013 komplett. Insgesamt 19 Filme konkurrieren um die Bären, fünf Filme laufen außer Konkurrenz, darunter auch Richard Linklaters “Before Midnight” (Bereits “Before Sunrise” und “Before Sunset” waren im Rahmen der Berlinale zu sehen.) und River Phoenix letzter Film “Dark Blood” von George Sluizer, den er 1993 drehte, der aber erst jetzt fertig gestellt werden konnte.

Die heutige Pressemitteilung:

Der Wettbewerb der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin ist komplett. 19 der 24 Filme des offiziellen Programms konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären. Folgende Länder sind im Wettbewerbsprogramm vertreten: Belgien, Bosnien und Herzegowina, Chile, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Hongkong/China, Iran, Kanada, Kasachstan, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik Korea, Rumänien, Russische Föderation, Schweiz, Slowenien, Spanien, Südafrika und USA.

Die feierliche Preisverleihung findet am Samstag, dem 16. Februar 2013 im Berlinale Palast statt. Als Abschlussfilm wird der Gewinner des Goldenen Bären gezeigt.

“Junge Talente und etablierte Filmkünstler präsentieren Filme, bei denen sich oft Realität und Fiktion verblüffend ähneln. Weltweit erlebt das Independent Cinema, die unabhängigen Filmproduktionen, einen Aufschwung. Schnell und turbulent: Das Leben ist hart aber unfair – macht aber trotzdem Spaß”, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.

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Fundbüro: Sight and Sound - The Top 50 Greatest Films of All Time

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Die vom BFI herausgegebende Zeitschrift Sight & Sound befragt seit 1952 alle zehn Jahre Filmkritiker, Akademiker, Filmhändler, Autoren und andere Cinephile aus verschiedenen Ländern nach den besten Filmen aller Zeiten. In diesem Jahr wurden über 1.000 Anfragen versendet, 846 Top-Ten-Listen wurden eingereicht, aus denen die diesjährige “The Top 50 Greatest Films of All Time“-Liste erstellt wurde.

1952 stand noch Vittorio de Sicas “Fahrraddiebe / Ladri di biciclette” [I 1948] an der Spitze, seit 1962 hatte Orson Welles’ “Citizen Kane” [USA 1941] fünf Jahrzehnte lang diese Position inne. In diesem Jahr musste Welles’ Portrait eines Zeitungsmagnaten den Platz räumen und Alfred Hitchcocks “Vertigo – Aus dem Reich der Toten / Vertigo” [USA 1958] überlassen. Ansonsten bietet die Liste altbekanntes.

Die Top-10:

  1. Vertigo – Aus dem Reich der Toten / Vertigo” [USA 1958, Alfred Hitchcock]
  2. Citizen Kane” [USA 1941, Orson Welles]
  3. Die Reise nach Tokio / Tôkyô monogatari” [J 1953, Yasujirô Ozu]
  4. Die Spielregel / La règle du jeu” [F 1939, Jean Renoir]
  5. Sonnenaufgang / Sunrise: A Song of Two Humans” [USA 1927, Freidrich Wilhelm Murnau]
  6. 2001: Eine Odyssee im Weltraum / 2001: A Space Odyssey” [GB / USA 1968, Stanley Kubrick]
  7. Der schwarze Falke / The Searchers” [USA 1956, John Ford]
  8. Der Mann mit der Kamera / Chelovek s kino-apparatom” [UdSSR 1929, Dziga Vertov]
  9. Die Passion der Jungfrau von Orleans / La passion de Jeanne d’Arc” [F 1928, Carl Theodor Dreyer]
  10. Achteinhalb / 8 ½” [I / F 1963, Federico Fellini]

Chris Marker ist tot

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Der französische Schriftsteller, Fotograf und Filmemacher Chris Marker – der als Christian-François Bouche-Villeneuve geboren wurde – ist einen Tag nach seinem 91. Geburtstag gestorben. Dies berichtet L’Express. Markers bekanntester Film ist der aus Fotografien montierte “Am Rande des Rollfelds / La Jetée” [F 1962], der später als Vorlage für Terry Gilliams “12 Monkeys / Twelve Monkeys” [USA 1995] dienen sollte.

Petition zur Erhaltung des Cinecittà-Filmstudios

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Wie schon im März 2012 zu lesen war (als Beispiel ein Artikel der FAZ), droht dem traditionsreichen Cinecittà-Filmstudio vor den Toren Roms wegen Kürzungen des Etats die Schließung. Mittlerweile ist die Existenz des Geländes wohl auch durch Spekulanten bedroht. Mit einer Petition soll nun zum Erhalt des 75 Jahre alten Filmstudios beigetragen werden.

Having been warned by our colleague Ettore Scola, we, a grouping of European film-makers, find it scandalous that the Cinecitta studios, a centrepiece of world cinematographic heritage, are under threat from property speculators, and being shamefully considered with as little regard as a car park or a supermarket. Must this place, inseparable from the cinema of Fellini, Visconti, Comencini and Lattuada among others, be destroyed and replaced by a fitness centre? Weight loss at the expense of heritage and culture – how symbolic – not even Berlusconi dared do something similar.

European cinema professionals call for each and every one of us to get involved to save this cradle of European cinema and demand that the European authorities act quickly and responsibly to protect and class this historic cultural monument.

Petition to save Cinecitta / Mobilisation pour sauver CINECITTA
 
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Frank Pierson ist tot

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Frank Pierson ist gestern im Alter von 87 Jahren gestorben. Dies berichten die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die Variety und die Los Angeles Times. Pierson ist vor allem für seine Arbeit als Drehbuchautor bekannt. Aus seiner Feder stammen unter anderem die Bücher für “Der Unbeugsame / Cool Hand Luke” [USA 1967, Stuart Rosenberg], “Der Anderson-Clan / The Anderson Tapes” [USA 1971, Sidney Lumet] und “Hundstage / Dog Day Afternoon” [USA 1975, Sidney Lumet]. Für letzteren erhielt Pierson 1976 den Oscar. Seine bekannteste Regiearbeit dürfte das Remake “A Star is Born” [USA 1976] mit Barbra Streisand und Kris Kristofferson sein. Zuletzt hatte Pierson das Buch für die Episode “Signal 30” der TV-Serie “Mad Men” – für die er auch bei 25 Episoden als Consulting Producer tätig war – geschrieben.

Richard D. Zanuck ist tot

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Der US-amerikanische Filmproduzent Richard D. Zanuck ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Dies berichtet The Wrap. Der Sohn des berühmten Hollywood-Moguls und 20th Century Fox-Mitbegründers Darryl F. Zanuck war als Executive Vice President of Production der Fox für Welterfolge und Klassiker wie “Meine Lieder, meine Träume / The Sound of Music” [USA 1965, Robert Wise], “Planet der Affen / Planet of the Apes” [USA 1968, Franklin J. Schaffner], “Zwei Banditen / Butch Cassidy and the Sundance Kid” [USA 1969, George Roy Hill] und “M*A*S*H” [USA 1970, Robert Altman] zuständig. Außerdem produzierte er zusammen mit David Brown für Universal unter anderem Steven Spielbergs Kinodebüt “Sugarland Express / The Sugarland Express” [USA 1974] und dessen ersten Blockbuster “Der weiße Hai / Jaws” [USA 1975], der das Geschäft in Hollywood grundlegend verändern sollte. Bei “The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit / The Verdict” [USA 1982, Sidney Lumet], “Miss Daisy und ihr Chauffeur / Driving Miss Daisy” [USA 1989, Bruce Beresford], “Road to Perdition” [USA 2002, Sam Mendes] und einigen Tim Burton-Filmen, wie auch dem derzeit in den Kinos laufenden “Dark Shadows” [USA 2012], war er ebenfalls als Produzent tätig. Aber auch vor der Kamera saß er das ein oder andere Mal, da er für etliche Dokumentationen über Hollywood-Klassiker interviewt wurde. Ich muss sagen, ich habe mich immer gefreut, wenn er im Bonusmaterial einer DVD/Blu-ray auftauchte.

Ernest Borgnine ist tot

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Erst vorgestern war ich seit Monaten mal wieder auf der Seite der Fünf Filmfreunde und hatte dort ein Foto zum 100. Jubiläum der Paramount mit 116 Hollywood-Stars entdeckt. Überaus erfreut war ich darüber, dass dort auch die alten Haudegen Kirk Douglas und Ernest Borgnine im Kreise ihrer Kollegen zu sehen sind. Leider ist Ernest Borgnine am Sonntag im Alter von 95 Jahren gestorben. Nachrufe sind in der New York Times und der L.A. Times erschienen, bei Spiegel Online erfährt man mehr über das Geheimnis seines langen Lebens.

Auch wenn sich das jetzt nicht gerade charmant anhört, aber Ernest Borgnine erinnerte mich in einigen Filmen immer ein wenig an Oscar aus der Mülltonne aus der Sesamstraße. “Die Höllenfahrt der Poseidon / The Poseidon Adventure” [USA 1972, Ronald Neame] ist dafür ein ganz gutes Beispiel. Dabei ist aber wichtig zu wissen, dass ich den Oscar immer sehr gerne mochte und so verhielt sich das auch mit Mr. Borgnine. Auch wenn seine Filme nicht immer erstklassig waren, so war sein Auftreten darin für mich Grund genug, sie zu schauen. Zu den besseren bis herausragenden Filmen zählen aber vor allem “Verdammt in alle Ewigkeit / From Here to Eternity” [USA 1953, Fred Zinnemann], “Johnny Guitar – Wenn Frauen hassen / Johnny Guitar” [USA 1954, Nicholas Ray], “Vera Cruz” [USA 1954, Robert Aldrich], “Stadt in Angst / Bad Day at Black Rock” [USA 1955, John Sturges], “Der Flug des Phoenix / The Flight of the Phoenix” [USA 1965, Robert Aldrich], “Das dreckige Dutzend / The Dirty Dozen” [GB / USA 1967, Robert Aldrich], “Eisstation Zebra / Ice Station Zebra” [USA 1968, John Sturges], “The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz / The Wild Bunch” [USA 1969, Sam Peckinpah], “In einem Sattel mit dem Tod / Hannie Caulder” [USA 1971, Burt Kennedy], “Die Klapperschlange / Escape from New York” [USA 1980, John Carpenter], “Gattaca” [USA 1997, Andrew Niccol] und natürlich “Marty” [USA 1955, Delbert Mann], für den er 1956 einen Oscar als bester Hauptdarsteller gewinnen konnte.

Berlinale-Retrospektive 2012 - Die rote Traumfabrik

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Die Berlinale hat gestern das Thema der Retrospektive für 2012 bekannt gegeben: Die rote Traumfabrik mit Filmen der sowjetischen Filmgesellschaft Meschrabpom.

Die Retrospektive der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin entdeckt ein legendäres deutsch-russisches Filmstudio wieder: Meschrabpom-Film und ihr deutscher Zweig Prometheus schrieben in den Jahren 1922 bis 1936 Filmgeschichte.

Ein russischer Filmprofi aus der Zarenzeit mit Gespür für die richtigen Stoffe und ein deutscher Kommunist, ein „roter Medienunternehmer”: Moisej Alejnikow und Willi Münzenberg taten sich 1922 zusammen, mit pfiffigen Geschäftsideen, politischem Auftrag und unbändiger Lust an neuer filmischer Erzählung. So entstand ein einzigartiges deutsch-russisches Filmunternehmen, das Filmstudio Meschrabpom-Rus (später Meschrabpom-Film) in Moskau, mit einer Zentrale in Berlin. Rund 600 Filme und elf bzw. 14 Jahre später wurde das internationale Experiment von den Diktaturen Hitlers und Stalins gewaltsam beendet. Die Retrospektive der Berlinale 2012 widmet sich unter dem Titel „Die rote Traumfabrik” dieser Wiederentdeckung aus russischen Archiven.

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Die allgemeine Beschlagnahme von Tobe Hoopers Texas Chain Saw Massacre in Deutschland aufgehoben

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Vor fast 3 1/2 Jahren, am 11. April 2008, meldete das in Münster ansässige Label Turbine Medien im Beitrag “Die Kettensäge knattert bei Turbine” im Cinefacts-Forum, dass es die Rechte am Horrorklassiker “Blutgericht in Texas / The Texas Chain Saw Massacre” [USA 1974, Tobe Hooper] für den deutschsprachigen Raum erworben habe. Allerdings stand einer Veröffentlichung in Deutschland eine Beschlagnahme des Films im Wege. Turbine Medien wollte jedoch den schwierigen Weg gehen und den Versuch starten, eine Streichung von der Liste der jugendgefährdenden Medien der BPjM zu prüfen. Gestern dann die Erfolgsmeldung im Cinefacts-Forum:

Zur allgemeinen Kenntnisnahme mit Gruß an alle, die das für unmöglich hielten, ganz speziell aber für Oliver Krekel und Andreas Thomas Gustav Buresch:

Münster, 12.09.2011: Mit Wirkung zum 6. September 2011 hat die 31. große Strafkammer des Landgericht Frankfurt am Main die allgemeine Beschlagnahme des Films THE TEXAS CHAIN SAW MASSACRE (1974) aufgehoben.

Das Gericht reagiert damit auf die Beschwerde der Turbine Classics GmbH, die sich gegen den Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main vom 11. August 2010 wehrte. Inhaltlich griff das Gericht in seiner Entscheidung die rechtliche Argumentation von Rechstanwältin Dr. Henrike Maaß von der Kanzlei Eggers Malmendier auf, die Turbine im Beschwerdeverfahren vertreten hat. Das Gericht begründete nun auf zehn Seiten, warum das Tobe Hoopers Werk nicht gegen §131 StGB verstößt und sprach den Titel damit nach 26 Jahren des „Verbots“ vom Vorwurf einer Verherrlichung oder Verharmlosung von grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten beziehungsweise einer die Menschenwürde verletzenden Darstellungsweise frei.

Mit dieser Entscheidung bestätigt das Gericht die Auffassung und das Engagement von Turbine Product & Acquisitions Manager Christian Bartsch, der zusammen mit den beiden Gutachtern Dr. Roland Seim und Prof. Dr. Oliver Jahraus sowie Dr. Henrike Maaß seit 2008 an der Rehabilitierung des Films arbeitet.

THE TEXAS CHAIN SAW MASSACRE (TCM) wurde 1982 indiziert, 1985 beschlagnahmt und in der Folge immer wieder eingezogen. Die Folge war ein beispielloser Zensur-Wahnsinn, dem im Fall von TCM mehr als zehn Minuten Material zum Opfer fielen. Erst die Österreich-Veröffentlichung von Turbine im Herbst 2009 präsentierte den Film erstmals komplett neu abgetastet und ungeschnitten mit vollständiger deutscher Synchronisation. Mit dem nun ergangenen Beschluss legte die 31. Strafkammer den Grundstein für ein weiteres Vorgehen, um den Film auch in Deutschland wieder zu vertreiben und einem mündigen Publikum zugänglich zu machen.

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Cliff Robertson ist tot

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Der US-amerikanische Schauspieler Cliff Robertson ist tot. Er starb einen Tag nach seinem 88. Geburtstag in New York. Dies berichten unter anderem die New York Times und Variety. Zu sehen war er in Filmen wie “Picknick / Picnic” [USA 1955, Joshua Logan], “Der Kandidat / The Best Man” [USA 1964, Franklin J. Schaffner], “Die drei Tage des Condor / Three Days of the Condor” [USA 1975, Sydney Pollack] und “Schwarzer Engel / Obsession” [USA 1976, Brian De Palma]. Für seine Rolle des Charles Gordon in “Charly” [USA 1968, Ralph Nelson] erhielt Robertson 1969 den Oscar als bester Schauspieler. Den meisten wird er jedoch als Peter Parkers Onkel Ben aus “Spider-Man” [USA 2002] von Sam Raimi bekannt sein.