Ridley Scotts Alien im Bielefelder Offkino

Das Bielefelder Offkino startet mit einem wahren Highlight in das neue Jahr. Am Freitag, den 6. Januar 2012, flimmert Ridley Scotts “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt / Alien” [GB / USA 1979] über die Leinwand. Auf Anfrage wurde mir bestätigt, dass es sich um die originale Kinofassung und nicht um die neue und völlig unnötige Schnittfassung aus dem Jahr 2004 handelt. Ridley Scott selbst hat 2006 in einem Interview zugegeben, dass er mit dem sogenannten “Director’s Cut” unzufrieden sei und diese Fassung eher aus Gründen des Marketings erstellt wurde.

Die Besatzung des Weltraumfrachters Nostromo entdeckt auf einem abgelegenen Planeten die übel zugerichteten Reste einer extraterrestrischen Raumfahrtmission und fängt sich dabei einen blinden Passagier ein. Der ungebetene Gast, ein rasant wachsendes, intelligentes Echsenmonster, macht sich an Bord der Nostromo selbständig und beginnt aus den weitläufigen Lüftungsanlagen heraus einen gnadenlosen Vernichtungsfeldzug gegen die Mannschaft.

Ridley Scott (“Blade Runner”) inszenierte einen düsteren Horroralptraum, der in punkto Schockdramaturgie neue Maßstäbe setzte. Die bedrohliche Atmosphäre geht zu großen Teilen auf das Konto des Schweizer Künstlers H.R. Giger, dessen klaustrophobische Kulissen ebenso wie das spektakuläre Monster ihre Wirkung auf den Betrachter nie verfehlen.

“Was ALIEN jedoch hervorhebt aus der Masse des SF-Kinos der Seventies ist Ripley. Ripley ohne Vornamen, Stimme der Vernunft. Gespielt von Sigourney Weaver trägt Ripley den Film mit sich davon, ein wenig ironisch, voll Misstrauen, entscheidungsfähig unter Druck. Dabei ist sie noch längst nicht die harte Anführerin der kommenden Fortsetzungen. Tatsächlich weint sie und rennt weg, aber sie denkt beim Weinen nach – so hat sie überlebt, bis heute, als einzig ernstzunehmende Frau im All.” Doris Kuhn

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