Peter Weirs Picnic at Hanging Rock im April 2010 auf Blu-ray

Peter Weirs “Picknick am Valentinstag / Picnic at Hanging Rock” [AUS 1975] feierte im August 1975 in Australien seine Premiere. Da Weir aber nicht den “Final Cut” hatte, handelte es sich nicht um seine Wunschfassung. Dies sollte bis zum Filmfestival in Cannes 1976 geändert werden, doch es fehlte die Zeit, die Änderungen vorzunehmen. Nach dem Erfolg in Cannes blieb es auch dabei und der Film kam in seiner Premierenfassung weltweit in die Kinos. Ende der 90er Jahre hatte Weir jedoch die Gelegenheit, seine Wunschvorstellungen zu verwirklichen. Das Filmmaterial wurde restauriert, ein neuer Sound-Mix auf Grundlage der Stereo-Master in Dolby Digital 5.1 erstellt und Peter Weir begann mit dem Neuschnitt, der im Endeffekt um einige Minuten kürzer als die 1975er Kinofassung ausfiel. Einige Szenen wurden herausgenommen, neue jedoch wieder in den Film eingefügt.

Dieser Director’s Cut wurde im Oktober 1998 erstmals auf einer nicht-anamorphen DVD von Criterion veröffentlicht, fast zeitgleich also mit der LaserDisc des Labels, die ein paar Wochen später im November 1998 auf den Markt kam. Das Bonusmaterial beschränkt sich bei der US-DVD auf den Trailer. Allerdings bietet diese Veröffentlichung als einzige ein Bildformat von 1.66:1. Da die DVD vom Regisseur abgesegnet wurde, kann dies wohl als sein bevorzugtes Bildformat bezeichnet werden.
In Deutschland erschien der Director’s Cut im Juni 2004 bei Kinowelt auf DVD. Diese Disc bietet ein anamorphes Bild, jedoch im Bildformat von 1.78:1. Neben dem Trailer sind sieben aus der Kinofassung geschnittene Szenen enthalten.
In Australien kam der Film 2004 als Doppel-DVD bei Umbrella Entertainment inklusive umfangreichem Bonusmaterial auf den Markt, allerdings nur mit einer Dolby Digital 2.0-Tonspur und einem nicht-anamorphem Bild in 1.78:1. Später folgt eine anamorphe Neuauflage mit einer 5.1-Tonspur.
Das bisher umfangreichste Set bietet Second Sight in Großbritannien mit 3 DVDs. Das Bonusmaterial der australischen DVD wurde übernommen, hinzu kommen die aus der Kinofassung geschnittenen Szenen. Der Film liegt in anamorphem 1.78:1 vor und zusätzlich enthält dieses Set auch noch die längere Kinofassung aus dem Jahr 1975.


Am 14. April 2010 soll Peter Weirs Film im Director’s Cut in Australien erstmals auf Blu-ray erscheinen. Veröffentlicht wird diese Disc – wie auch schon die DVD – von Umbrella Entertainment. Leider sind noch keine Infos zur Ausstattung bekannt. Sollte das Bonusmaterial der DVD übernommen werden, darf mit diesem gerechnet werden:

  • A Dream Within A Dream” (125 Mins) – An all new feature length documentary on the making of the film featuring exclusive interviews with Peter Weir, Patricia Lovell, Hal & Jim McElroy, Cliff Green, Russell Boyd, Bruce Smeaton, Jose Perez, Helen Morse, John Jarratt, Christine Schuler and Anne Louise Lambert.
  • A Recollection: Hanging Rock 1900” (25 Mins) – A 1975 on-set documentary produced and presented by Patricia Lovell which includes interviews with author Joan Lindsay, director Peter Weir, and key cast members including Rachel Roberts.
  • Joan Lindsay Interview (10 Mins)
  • Excerpts from an interview conducted with author Joan Lindsay in 1974 in which she provides an insight into the writing and essence of the novel, “Picnic at Hanging Rock”.
  • Short Recollections – Audio interviews with actor Karen Robson (Irma). (15 Mins)
  • Hanging Rock & Martindale Hall: Then and Now“. (7 Mins)
  • A tour of the film’s two principal locations.
  • Trailer collection – Australian trailer, Cannes promo reel and double feature trailers.
  • Still and Poster Gallery (7 Mins) – An extensive library of images accompanied by an excerpt of the novel read by actress Helen Morse.
  • The Day of Saint Valentine (4 Mins) – The first screen adaption of Joan’s novel made in 1969 by 13 year old schoolboy, Tony Ingram with commentary from the director.

Ein Kommentar

  1. Christian Liemke

    Die australische “Picknick am Valentinstag / Picnic at Hanging Rock”-Blu-ray soll doch erst am 12. Mai 2010 erscheinen. Quelle: Twitter

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