Gus Van Sants Paranoid Park im November 2008

Gus Van Sants „Paranoid Park“ [USA / F 2007, Gus Van Sant] erscheint in Deutschland am 7. November 2008 bei Pierrot Le Fou. Meines Wissens lief der Film, der nach einem Roman von Blake Nelson entstand, nicht einmal in den deutschen Kinos. Erst vor vier Wochen hatte der Film, der nach einem Roman von Blake Nelson entstand, seinen deutschen Kinostart. Umso erfreulicher, daß bereits jetzt schon die DVD angekündigt wurde.

paranoid-park-rc2-brd-pierrot-le-fouDer «Paranoid Park» ist ein von Skateboardern illegal gebautes Skate-Gelände in Portland. Ein einigermaßen gefährlicher Ort, nicht nur, weil die Tubes hier steiler sind als irgendwo sonst und für den nötigen Nervenkitzel sorgen. Eines Nachts stattet der junge Alex mit einem Freund dem Park einen Besuch ab, und es geschieht Schreckliches – was genau, erfahren wir jedoch erst nach etwa der Hälfte des Films. Denn wofür Van Sant sich auch in seinem jüngsten Film interessiert, ist weniger der Hergang einer Tat, sondern das entsprechende Umfeld: Wie sieht eine Welt aus, in der Erwachsene nicht vorkommen? Welche Konsequenzen hat das? Das war bereits Thema in Elephant; nun erkundet Van Sant mit großer Ernsthaftigkeit und unter Einsatz vielfältiger Mittel einen weiteren Winkel einer sich selbst überlassenen Generation. Seit einigen Jahren steht Van Sant wieder fest im Lager der unabhängigen Filmemacher, was bei ihm vor allem ästhetisch riskantere Strategien bedeutet. Paranoid Park geht zurück auf einen Roman von Blake Nelson, und die Kamera bediente Christopher Doyle, der in Super-8, dem Medium der meisten Skate-Filme, und im 35mm-Format gedreht hat. Die Darsteller sind Amateure (vor der Kamera, nicht auf den Boards), die Van Sant übers Internet rekrutiert hat. Das alles ist ungewöhnlich – und was dabei herausgekommen ist, ist es ebenfalls.

Technische Daten:
– Ton: Deutsch DD 5.1 + Englisch DD 5.1
– Bildformat: 1.37:1
– Untertitel: Deutsch
 

[Direkt in den Skate-Park]

6 Kommentare

  1. Patrick Müller

    Daß der Film nicht in den deutschen Kinos gelaufen sein soll stimmt nicht ganz. Zumindest in München und Berlin ist er mal kurz zu sehen gewesen, er wurde ja auch im Radio (MDR Figaro) rezensiert.

    Richtig ist jedoch, dass er u.a. zwar im Cinestar-Magazin angekündigt war, dann aber nie gelaufen ist. Selbst bei uns in Dresden wurde er nirgends gezeigt.

    Bei diesem wunderbaren Film ist das sehr schade und völlig unverständlich. Ähnlich wie bei Allens „Cassandras Traum“ scheint man immer mehr zu versuchen, alles jenseits des Blockbusters gleich auf DVD zu veröffentlichen. Dass man damit dem Gemeinschaftserlebnis Kino einen Bärendienst erweist und die letzten wahren Cinephilen aus den Lichtspielhäusern vertreibt wird man leider erst merken, wenn es zu spät ist.

  2. Christian Liemke

    Ah, okay. Ich wußte nicht, daß er doch kurz zu sehen war, wenn auch nur in wenigen Städten. Ich hatte immer darauf gehofft, etwas von einer Kinoauswertung zu hören und war daher jetzt überrascht und auch ein wenig enttäuscht, daß er direkt auf DVD ausgewertet wird. Aber wenigstens findet er den Weg auf eine deutsche Silberscheibe.

  3. Patrick Müller

    Ich sehe gerade, daß er zur Zeit tatsächlich in einigen Kinos läuft, und zwar in Dresden, Köln, Ludwigsburg, Münster und Regensburg.

    Quelle: http://www.kino.de/kinosuche.php4?quelle=kinofilm&ofnr=106223

    Man kann ihn da fast überall OmU sehen. Wunderbar!

  4. Christian Liemke

    Münster? Oh! Danke für den Hinweis. Vielleicht schaffe ich es nächste Woche mal für den Film da hin. Für Konzerte nehme ich ja auch andauernd den Weg auf mich.

  5. DVDuell.de » Paranoid Park im Oktober 2008

    […] Deutschland wird der Film am 7. November 2008 bei Pierrot Le Fou (siehe News vom 26. Juni 2008) veröffentlicht. Diese Edition wird keinerlei Bonusmaterial besitzen, jedoch im originalen […]

  6. Christian Liemke

    Pierrot Le Fou hat dem Film doch noch Bonusmaterial spendiert:

    – Making of
    – Interview
    – Trailer

    Infos von AL!VE

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