Endlich wieder Neuigkeiten von der Edition Filmmuseum: Für Januar und Februar 2010 sind zwei weitere DVDs geplant. Allerdings ist wohl damit zu rechnen, daß es auch hier wieder zu Terminänderungen kommt. Man kennt das ja von dem Label. Dafür stimmt aber hinterher auch immer die Qualität, die geboten wird.
Januar 2010
#53: “Ein Sechstel der Erde / Shestaya chast mira” [UdSSR 1926, Dziga Vertov] + “Das elfte Jahr / Odinnadtsatyy” [UdSSR 1928, Dziga Vertov]
Der poetische Reisefilm Ein Sechstel der Erde und die “visuelle Symphonie” Das elfte Jahr leiten jene produktive Phase im Werk Dziga Vertovs ein, die ein Jahr später im kanonischen Film Der Mann mit der Kamera gipfeln sollte. Die Doppel-DVD präsentiert die beiden raren Filme in neuer Abtastung und mit neuen Vertonungen des britischen Komponisten Michael Nyman. Sie enthält darüber hinaus Kontextmaterialien zur Arbeitsweise des Filmemachers und macht Ergebnisse der Wiener Vertov-Forschung im Projekt “Digital Formalism” zugänglich.
DVD 1
- estaja cast’ mira 1926, 74′
- Musikbegleitung von Michael Nyman
- 20-seitiges zweisprachiges Booklet
DVD 2
- Odinnadcatyj 1928, 53′
- Musikbegleitung von Michael Nyman
- Im Schatten der Maschine – Ein Montagefilm 1928, 21′
- Vertov in Blum. Eine Untersuchung 2009, 10′
- ROM-Bereich mit zusätzlichen Materialien
Februar 2010
#52: “Der Bettler vom Kölner Dom” [D 1927, Rolf Randolf]
Die DVD präsentiert eine neue, digital restaurierte Fassung des Stummfilms Der Bettler vom Kölner Dom von Rolf Randolf aus dem Jahr 1927 mit einer neuen Orchestermusik von Pierre Oser. Außerdem bietet die DVD alle erhaltenen Werbe- und Dokumentarfilme sowie Wochenschauberichte über Köln, die in der Stummfilmzeit entstanden sind.
Der Polizist Tom Wilkins ist ein Mann der tausend Verkleidungen und Masken. Er ist einer Bande von Juwelendieben auf der Spur, die als Bettler verkleidet, in Köln ihr Unwesen treibt. Als ein als Bettler getarnter Polizist im Schatten des Kölner Doms ermordet wird, spitzen sich die Ereignisse zu. Randolfs heute nahezu vergessenes Werk faszinierte sein damaliges Publikum mit maskierten Schurken, Geheimlogen und Spionen. Gangster infiltrieren alle Schichten der Kölner Gesellschaft. Niemand ist der, der er scheint und keinem darf man ungestraft trauen. Der Held des Films fährt die schnellsten Autos, umgibt sich mit den schönsten Frauen und wohnt in den teuersten Hotels.

