Drehbuchautor Budd Schulberg ist tot

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Der amerikanische Drehbuchautor und Schriftsteller Budd Schulberg ist gestern in seinem Haus in Long Island im Alter von 95 Jahren gestorben.

Schulberg, geboren am 27. März 1914 in New York, schrieb Ende der 30er Jahre an den ersten Drehbüchern mit, veröffentlichte 1941 seinen wohl berühmtesten Roman “Was treibt Sammy an? / What Makes Sammy Run” über die Traumfabrik Hollywoods und arbeitete während des Zweiten Weltkriegs für John Fords Dokumentarfilm-Einheit. 1951 wurde Budd Schulberg wegen seiner früheren Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe (House Un-American Activities Commitee) berufen, wo er mehrere Kollegen anschwärzte. Für “Die Faust im Nacken / On the Waterfront” [USA 1954] mit Marlon Brando und Karl Malden von Regisseur Elia Kazan, der ebenfalls vor dem Komitee gegen Kollegen aussagte, schrieb er das Drehbuch. Der Film wurde für insgesamt zwölf Oscars nominiert und gewann acht davon, darunter auch den für das beste Drehbuch. 1957 arbeiteten Kazan und Schulberg abermals bei “Ein Gesicht in der Menge / A Face in the Crowd” [USA 1957] zusammen. Bei Humphrey Bogarts letzten Film “Schmutziger Lorbeer / The Harder They Fall” [USA 1956, Mark Robson] war Schulberg ebenfalls für das Drehbuch nach seinem eigenen Roman aus dem Jahr 1947 verantwortlich.

Der Spiegel, die FAZ (dpa-Meldung), die Los Angeles Times und die New York Times berichten von seinem Tod.

Ein Kommentar

  1. Marcus

    Lars-Olaf Beier hatte im vergangenen Jahr noch die Möglichkeit, Schulberg zu Hause in New York zu besuchen. Sein Artikel ist im Spiegel erschienen – und unter folgendem Link nachzulesen: tinyurl.com/kvjqk9

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