Filmemacher und SFX-Guru Douglas Trumbull arbeitet derzeit an einer Dokumentation zu Stanley Kubricks “2001: Odyssee im Weltraum / 2001: A Space Odyssey” [GB / USA 1968], bei dem er damals für die visuellen Effekte verantwortlich war. Die Doku “2001: Beyond the Infinite – The Making of a Masterpiece” wird von Warner Bros. produziert und könnte somit innerhalb der bei TheDigitalBits für 2011 angekündigten neuen “Stanley Kubrick Blu-ray Collection” enthalten sein. In diesem Set werden auch erstmals die bisher nicht auf Blu-ray erhältlichen Filme “Lolita” [GB / USA 1962, Stanley Kubrick] und “Barry Lyndon” [GB / USA 1975, Stanley Kubrick] vorliegen. Eine kurze Vorschau auf die neue Dokumentation bietet Trumbull auf seiner WebSite.
UPDATE
In einem Artikel auf 70mm.com steht folgendes:
He [Douglas Trumbull] hinted that Warner was preparing a final cut of “2001″ with hitherto unseen material. Bring it on! I am sure that many owners of the DVD and Blu-ray, will like me, pay top dollar for a new Blu-ray release, featuring these items.
Sollte es wirklich wahr sein, dass Warner Bros. die ursprüngliche Premieren-Fassung rekonstruiert? Nach der Premiere am 2. April 1968 schnitt Kubrick den Film um etliche Minuten. Mehr Infos zu den entfernten Szenen gibt es bei Wikipedia. Demnach hat Kubrick allerdings die Kameranegative dieser Szenen vernichtet.
Kubrick filmed several scenes that were deleted from the final film. These include a schoolroom on the moon base; Floyd buying a bush baby from a department store, via videophone, for his daughter; additional space walks; and astronaut Bowman retrieving a spare part from an octagonal corridor. The most notable cut was a 10-minute black-and-white opening sequence featuring interviews with actual scientists, including Freeman Dyson, discussing extraterrestrial life, which Kubrick removed after an early screening for MGM executives. If the music intro and outro are included, 29 minutes of film have been excised from the theatrical version. According to Kubrick biographer Jan Harlan, the director was adamant the trims were never to be seen, and that he “even burned the negatives”—which he had kept in his garage—shortly before his death. This is confirmed by former Kubrick assistant Leon Vitalli, “I’ll tell you right now, okay, on Clockwork Orange, The Shining, Barry Lyndon, some little parts of 2001, we had thousands of cans of negative outtakes and print, which we had stored in an area at his house where we worked out of, which he personally supervised the loading of it to a truck and then I went down to a big industrial waste lot and burned it. That’s what he wanted.”
UPDATE 14. September 2010
Leider wurden die Arbeiten an der Dokumentation schon vor einiger Zeit abgebrochen. Douglas Trumbull dazu im Juli 2010:


8. September, 2010
21:39 Uhr
Ein Final-Cut nach dem Tode von Kubrick, wäre meiner Meinung nach nur zulässig, wenn sich in der Folge beide Versionen auf der dann neuen Scheibe befinden. Alles andere wäre Frevel. Das damit wohl auch ein neuer Scan kommt, scheint mit dieser Meldung klar.
8. September, 2010
23:19 Uhr
Auf jeden Fall müssten dann beide Fassungen enthalten sein. Ich würde das damals entfernte Material ja schon mal gerne sehen, allerdings bin ich mir nicht so richtig sicher, was ich von einem Final-Cut halten soll. Ich weiß auch nicht, ob “Final Cut” überhaupt angebracht ist, denn die bisher bekannte Fassung stellt eben diesen dar. Zwar hatte Kubrick das entfernte Material ja ursprünglich im Film haben wollen, er muß aber seine Gründe gehabt haben, den Film nach der Premiere um ca. 19 Minuten zu kürzen. Zeit seines Lebens wäre es wohl nie dazu gekommen, dass Outtakes und gelöschte Szenen seiner Filme an die Öffentlichkeit gekommen wären. Ich kann mich auch noch an ein Interview mit Jan Harlan – Kubricks Schwager und Produzent einiger seiner Filme – erinnern, in dem er nach Kubricks Tod sagte, dass dessen Wünsche berücksichtigt würden und er und Christiane Kubrick über sein filmisches Erbe wachen würden. Sollte Douglas Trumbulls Aussage stimmen, scheint das wohl nun nicht mehr ganz der Fall zu sein.
14. September, 2010
13:50 Uhr
Leider wird es wohl doch keine neue “2001″-Dokumentation von Douglas Trumbull geben. Ich habe ein Video mit einem Statement von Trumbull dazu in den Artikel eingefügt.