Das Bonusmaterial der My Fair Lady-Blu-ray

Bei ClassicFlix wurden die Bonusmaterialien der kommenden, vorerst Walmart-exklusiven Paramount-Blu-ray von “My Fair Lady” [USA 1964, George Cukor] bekannt gegeben:

  • Audio commentary with restoration experts Robert Harris and James Katz, art director Gene Allen, and singer Marni Nixon
  • Vintage 1963/4 Featurettes, Footage & Audio
  • Alternate Audrey Hepburn Vocals
  • Show Me Galleries
  • Comments on a Lady
  • Trailers

Bei TheDigitalBits wurde diese Liste bestätigt. Demnach wird das Bonusmaterial der “Two-Disc Special Edition”-DVD von Warner Bros. übernommen, allerdings mit einer Ausnahme: Die 58-minütige Dokumentation “More Loverly Than Ever: My Fair Lady Then and Now” – die 1994 erstmals innerhalb der “30th Anniversary Collector’s Edition“-LaserDisc erschien – fehlt in der Auflistung.

11 Kommentare

  1. Guido

    Wäre schade, wenn die wundervolle 1994er Dokumentation völlig in der Versenkung verschwinden würde – dabei müßte doch Paramount genauso wie beim Film auch die Rechte von CBS haben. Vielleicht wurde die Doku ja auch wegen der schlechten Bildqualität einkassiert.

    Spannender als die Extras dürfte aber die Frage über einen neuen Transfer sein. Der Umstand, daß Robert Harris überhaupt nichts von einer Neuabtastung weiß, ist doch seltsam – am Ende nehmen die den uralten Transfer von ’98 und hübschen den nur ein bißchen auf…

  2. Christian Liemke

    Mich wundert es auch, dass die Doku anscheinend nicht enthalten ist.

    Ich hoffe doch sehr stark auf einen neuen Transfer. Wenn Robert Harris aber schon nichts davon weiß, dann bin ich in der Hinsicht ein wenig skeptisch. Allerdings hat Paramount ja bei den Filmen im Large-Format “VistaVision” bisher nur tolles abgeliefert. Ich hoffe, dass sie bei einer “Super Panavision 70″-Produktion vergleichbares anstellen.
    Das Master der beiden DVD-Editionen wurde ja nur von 35mm-Elementen erstellt und bot daher ein Bildformat von ca. 2.40:1 statt des “Super Panavision 70″-Formats von 2.21:1.

  3. Guido

    Also, einem Transfer von 35mm-Reduktionselementen ist ja nichts entgegenzusetzen – die Transfer von 2001, Mutiny on the Bounty und vielen anderen wurde ja auch so erstellt. Das wurde hauptsächlich gemacht, weil es zumindest bis vor ein paar Jahren noch keine vernünftige Möglichkeit gab, 65mm ordentlich zu scannen. Der 2005er “Ben-Hur”-Transfer war ja so ein Fall, der sieht schwammiger aus als der vorherige. Ich weiß aber nicht, ob sich das inzwischen geändert hat. VistaVision ist ja noch was ganz anderes, das ist ja im Prinzip “nur” horizontales 35mm und läßt sich (afaik) mit den gleichen Maschinen wie normales 35mm scannen.

    Robert Harris hatte übrigens irgendwann mal im HTF erzählt, daß die 35mm-Reduktionselemente, von denen der alte DVD-Transfer gemacht wurde, im Format 2.2:1 mit leichten Balken an den Seiten hergestellt wurden, um das Bild in das 2.4:1-Frame hineinzubekommen. Ich hatte dann irgendwann mal einen Bildvergleich zwischen dem DVD-Transfer und dem Laserdisc-Transfer, der für die Original-Vocals von Audrey Hepburn verwendet wurde, gemacht und herausgefunden, daß der DVD-Transfer praktisch genausoviel Bild wie die 2.2:1-Laserdisc zeigt, aber horizontal leicht gestreckt ist:

    http://www.bibra-online.de/movie-compare-myfairlady.htm

    Wenn man genau hinschaut, kann man tatsächlich erkennen, daß die Gesichter alle ein bißchen breit wirken und alles ein klein wenig gestaucht ist. Es fehlt kein Bild, nur die Proportionen sind anders.

    Mal schauen, was aus der Blu-Ray wird. Ich wünschte ja, Paramount würde dann auch gleich eine remasterte DVD rausbringen… die Neuauflage von denen hatte ja erstaunlicherweise ein richtig schwammiges Bild und nur 2.0-Ton, wie man in einigen Reviews lesen konnte.

  4. Christian Liemke

    Das mit den Ausführungen von Robert Harris über das 2.20:1-Format im 2.40:1-Frame hatte ich auch noch im Hinterkopf, ich war jetzt aber erstaunt über das Format der DVD, als ich die nach langer Zeit mal wieder in den Player geworfen und dann noch am Computer Screenshots erstellt habe.
    “VistaVision” ist natürlich eine andere Geschichte als 65/70mm-Elemente, aber ich glaube, im Bereich des LargeFormat-Scans hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Man darf also weitergespannt sein, was Paramount da demnächst abliefert.

  5. Guido

    Naja, sind ja noch zweieinhalb Monate bis zur Veröffentlichung, da kann Paramount ja noch einiges unternehmen. Vielleicht machen sie ja alles richtig, aber gerade den ursprünglichen Restaurator nicht hinzuzuziehen, ist schon seltsam.

  6. Roland

    Dürfte in der Tat interessant werden was Paramount macht.
    Ob die bei Warner die alte Restauration einkaufen?
    Alles andere käme Paramount ja sehr teuer, “My Fair Lady” ist zwar ein bekannter Klassiker, aber ob da nochmal richtig investiert wird? Gehört der Film jetzt eigenlich Paramount oder haben die nur die Lizenz für ein paar Jahre?

  7. Guido

    Die Besitzverhältnisse des Films sind etwas kompliziert. Die Bühnenrechte des Musicals gehören CBS, die die Filmrechte 1962 für sieben Jahre an Warner verkauft hatten, wonach der Film an CBS zurückging. Die Heimvideo-Rechte waren von ca. 1998-2008 bei Warner (die früheren Laserdiscs kamen afaik von CBS/Fox), und seit 2009 sind die Heimvideo-Rechte durch CBS bei Paramount gelandet, die ja durch den Viacom-Mutterkonzern miteinander verbandelt sind. Die 1994er Restauration wurde auch von CBS finanziert, wodurch denen praktisch der gesamte Film inklusive aller Versionen mit Haut und Haaren gehört.

  8. Roland

    Danke für die Infos, Guido.
    Gefühlt wird es dann also die alte Restauration werden.

  9. Guido

    Die alte Restauration sicher, aber hoffentlich ein neues Master. Das Endmedium der 1994er-Restauration war ein brandneues 65/70mm-Element, das aber wegen der damals eingesetzten frühen digitalen Mittel für eine HD-Veröffentlichung laut Robert Harris wohl noch zusätzlich bearbeitet werden muß. Ansonsten gibt es sowieso keine Filmelemente mehr, die man noch scannen könnte – Robert Harris und James Katz hatten den Film damals wortwörtlich vor dem Zerfall gerettet.

  10. Christian Liemke

    Restaurator Robert A. Harris ist von der Blu-ray nicht sehr angetan: A few words about My Fair Lady — in Blu-ray

  11. Christian Liemke

    Die Dokumentation “More Loverly Than Ever: My Fair Lady Then and Now” ist laut DVDBeaver doch enthalten. Es gibt wohl auch deutsche Untertitel, deutschen Ton jedoch nicht. Schade, dass die Qualität der Disc nicht sonderlich gut ausgefallen ist.

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