Jean Renoirs Die grosse Illusion heute im Bielefelder Offkino

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Das Offkino an der August-Bebel-Straße in Bielefeld zeigt heute Jean Renoirs Meisterwerk „Die große Illusion / La grande illusion“ [F 1937] als 35mm-Print in der deutschen Fassung. Trotz des schönen Wetters auf jeden Fall einen Besuch wert … und um 20:30 Uhr ist die Sonne ja eh bereits verschwunden.

Zwei französische Offiziere werden über deutschem Gebiet abgeschossen und gefangengenommen. Vom Lagerkommandanten von Rauffenstein werden sie wegen ihres Status bevorzugt behandelt. Unabhängig von der sozialen Herkunft besteht dennoch zuerst ein großer Zusammenhalt zwischen den anderen Gefangenen und ein Ausbruchversuch wird gemeinsam unternommen . Doch erweisen sich eben diese Unterschiede später als bedeutsamer als die „Frontgemeinschaft“ und Nation. Eine desillusionierende Erfahrung für die Gefangenen….
Nach den Erfahrungen des ersten Weltkrieges und am Vorabend des zweiten Weltkrieges kann der Film zugleich als Abgesang auf die Nation und auf den Adel, der seine Macht an das aufkommende Bürgertum und die erstarkende Arbeiterklasse verliert, gelesen werden.

„A somber and tightly-knit meditation on all the manmade barriers – class, nationality, language, religion – that separate people from each other. The main characters stand at slight angles to each other that highlight their similarities and differences. The two career officers, the captive Boeldieu (Pierre Fresnay) and the German commandant Rauffenstein (Erich von Stroheim), recognize that the war heralds the end of the Old Order that they represent. The mechanic Marechal (Jean Gabin), the Jewish couturier Rosenthal (Marcel Dalio), and the other common soldiers have more earthly concerns, the concerns of regular human beings: home and food and sex.“ Tom Block, culturevulture.net

Movie Monday #13

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Wieder eine Woche rum (in der hier auf der Seite leider gar nichts passiert ist), wieder ein Movie Monday.

  1. Der beste Film mit Christopher Lee ist für mich einer ohne Ring: „The Wicker Man“ [GB 1973, Robin Hardy].
  2. Filme aus Bollywood habe ich als lang, laut, schrill und überbordend empfunden.  Im Gedächtnis hängen geblieben ist dabei nur „Lagaan / Lagaan: Once Upon a Time in India“ [IND 2001, Ashutosh Gowariker].
  3. Der beste Film mit Natalie Portman ist für mich „Leon – Der Profi / Léon“ [F 1994, Luc Besson].
  4. Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sollte man nicht immer für bahre Münze nehmen.
  5. Von eigentlich keinem Film würde ich gerne eine Fortsetzung sehen.
  6. Roman Polanski hat in viel zu wenigen Filmen auch als Schauspieler mitgewirkt.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Hell“ [BRD 2011, Tim Fehlbaum] und der war ein gescheiterter Versuch eines deutschen Endzeit-Films, weil er zwar durch seine Optik und Kamera überzeugen konnte, inhaltlich aber mehr auf äußere als auf innere Konflikte setzte und äußerst langatmig inszeniert war. John Hillcoats „The Road“ [USA 2009] ist der eindeutig bessere Film.

Movie Monday #12

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Es ist kurz vor Mitternacht, also noch Movie Monday.

  • Der beste Film mit Bill Murray ist für mich mit ganz weitem Vorsprung „Rushmore“ [USA 1998, Wes Anderson].
  • Meine Filmsammlung erhält von mir diese “liebevolle” Behandlung: Sie wird benutzt.
  • Kriegs-/Antikriegsfilme unterscheiden sich in ihrer Wertung des Gezeigten.
  • Filme von Quentin Tarantino interessieren mich mittlerweile fast nicht mehr die Bohne.
  • Der beste Film mit Jodie Foster ist für mich „Taxi Driver“ [USA 1976, Martin Scorsese]. Der beste Film mit ihr in der Hauptrolle ist „Das Schweigen der Lämmer / The Silence of the Lambs“ [USA 1991, Jonathan Demme].
  • Prequels zu Filmen (z.B. Planet der Affen: Prevolution, Alien: Prometheus (2012 im Kino) oder Krieg der Stern 1-3) finde ich in den meisten Fällen unnütz, häufig sogar ärgerlich, da eine Geschichte nicht vollständig auserzählt werden muss. Von den mir bekannten Prequels ließ eigentlich nur „Planet der Affen – Prevolution / Rise of the Planet of the Apes“ [USA 2011, Rupert Wyatt] Potential erkennen. Als echtes Prequel würde ich ihn aber auch nicht bezeichnen, weil er eine neue Zeitlinie aufmacht, die mit den alten Filmen nicht zu vereinen ist.
  • Mein zuletzt gesehener Film war „Jack in Love / Jack Goes Boating“ [USA 2010, Philip Seymour Hoffman] und der war an dem Abend kein Film, auf den ich mich einlassen konnte, weil ich nicht in Stimmung für seine Lakonie war und mit ihr nicht gerechnet hatte .

Fundbüro: Star Wars Blu-ray - Unboxing des deutschen Sets

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Ein Video über die Verpackung des US-amerikanischen „Krieg der Sterne / Star Wars„-Blu-ray Sets gab’s an dieser Stelle bereits am Montag. Ben von Blu-ray Filme hat gestern das Equivalent zum deutschen Set online gestellt.

The End #47: Mogambo

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Mogambo“ [USA 1953, John Ford]

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Die erste Person #10: Mogambo

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Ein afrikanischer Jäger in „Mogambo“ [USA 1953, John Ford].

Filmtitel #40: Mogambo

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Mogambo“ [USA 1953, John Ford]

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Fundbüro: Three Reasons - Cul-de-sac

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Seit dem 16. August 2011 ist Roman Polanskis „Wenn Katelbach kommt… / Cul-de-sac“ [GB 1966] bei Criterion auf Blu-ray und DVD erhältlich. Ein Video zur Veröffentlichung aus der „Three Reasons“-Reihe des Labels.

J.J. Abrams‘ Super 8 im November auf Blu-ray und DVD

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Bereits als 15-jähriger Teenager durfte J.J. Abrams die Super8-Kurzfilme von Steven Spielberg restaurieren. 30 Jahre später erreichte die Zusammenarbeit der beiden größere Dimensionen und nur noch der Name und nicht mehr das Filmformat an sich durfte für einen der besten Blockbuster des Jahres herhalten: „Super 8“ [USA 2011, J.J. Abrams]. Am 22. November 2011 wird der Film in den USA auf Blu-ray und DVD erscheinen.

ACCLAIMED FILMMAKERS STEVEN SPIELBERG AND J.J. ABRAMS JOIN FORCES TO CREATE AN EXTRAORDINARY TALE OF YOUTH, MYSTERY, AND NOSTALGIC ADVENTURE

SUPER 8

Captivating Coming-Of-Age Story Premieres in a Blu-ray™/DVD Combo with Digital Copy November 22, 2011, Featuring Over Two Hours of Bonus Material Including In-Depth, Behind-the-Scenes Featurettes, Deleted Scenes and More

HOLLYWOOD, Calif. (September 15, 2011) – Called “a mind-blowing masterpiece” (FOX-TV), writer/director J.J. Abrams’ (Star Trek) breathtaking adventure SUPER 8 debuts in a Blu-ray™/DVD Combo Pack with Digital Copy November 22, 2011 from Paramount Home Entertainment. Produced by Amblin, Bad Robot and Academy Awardâ winner* Steven Spielberg, the exhilarating story follows a group of friends in a small Ohio town who witness a catastrophic train crash while making a super 8 movie. When they realize that it was no accident, they set out to find the truth—something more shocking than any of them could have imagined. Combining action, humor and heart, the film features outstanding performances from a fresh young cast including Elle Fanning (Somewhere), Gabriel Basso (“The Big C”), Zach Mills (Kit Kittredge: An American Girl) and newcomers Joel Courtney, Riley Griffiths and Ryan Lee, along with veteran actors Kyle Chandler (“Friday Night Lights”) and Ron Eldard (“Blind Justice”).

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Trailers from Hell: Wer Gewalt sät

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Seit einiger Zeit gibt es bei manchen Browsern wie Firefox und Internet Explorer Probleme mit der Darstellung der eingebetteten Trailer von Trailers from Hell. Wie ich festgestellt habe, besteht dieses Problem nicht nur auf DVDuell, sondern auch auf anderen Webseiten. Mittlerweile veröffentlicht Trailers from Hell die Videos aber auch wieder per Youtube-Kanal. In den alten Artikeln werde ich die eingefügten Trailer nach und nach durch die Youtube-Videos ersetzen.

Im aktuellen Beitrag erzählt Rod Lurie ein wenig über Sam Peckinpahs „Wer Gewalt sät / Straw Dogs“ [GB / USA 1971], von dem er kürzlich ein Remake gedreht hat. Luries Film startet heute in den US-Kinos und wird ab dem 10. November 2011 auch in Deutschland zu sehen sein.

Trailer mit Kommentar von Rod Lurie

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The End #46: Stadt der Verlorenen

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Stadt der Verlorenen / Legend of the Lost“ [USA / I 1957, Henry Hathaway]

Die erste Person #9: Stadt der Verlorenen

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Dukas (Kurt Kasznar) als Anführer eines Trauerzugs in „Stadt der Verlorenen / Legend of the Lost“ [USA / I 1957, Henry Hathaway].

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Filmed in … Technirama #2: Stadt der Verlorenen

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Henry Hathaways „Stadt der Verlorenen / Legend of the Lost“ [USA / I 1957] wurde von Kameramann Jack Cardiff in „Technirama“ gedreht. Im Jahr 1957 wurde das Aufnahmeformat von “Technicolor Italiana” vorgestellt. Das 35mm-Negativ mit 8 Perforationslöchern pro Frame lief – wie bei “VistaVision” – horizontal mit 24 fps durch die Kamera. Anders als bei “VistaVision” wurden jedoch keine sphärischen Linsen verwendet, sondern Anamorphoten mit einer Komprimierung von 1,5. Dadurch entstand ein Negativ-Bildformat von 2.25:1 (VistaVision: 1.50:1). Von diesem Negativ konnten anamorphe 35mm Reduction-Prints erstellt werden. Diese hatten die Spezifikationen von “CinemaScope” und somit ein Bildformat von 2.35:1.

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Filmtitel #39: Stadt der Verlorenen

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Stadt der Verlorenen / Legend of the Lost“ [USA / I 1957, Henry Hathaway].

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Jean Cocteaus Orphée ist morgen im Offkino in Bielefeld zu sehen

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Mit Jean Cocteaus „Orphée“ [F 1950] setzt das Bielefelder Offkino am morgigen Freitag, den 16. September 2011, das September-Programm „Spiegelwelten“ fort. Gezeigt wird eine 16mm-Kopie im französischen Original mit englischen Untertiteln.

Der Tod ist weiblich und sie will Orpheus. Ein Cafe in Paris: der junge und talentierte Dichter Orpheus wird Zeuge, wie sein Rivale getötet wird. Als eine mysteriöse Prinzessin und ihre Handlanger die Leiche fortschaffen wollen, soll Orpheus sie begleiten: direkt in das Reich der Toten. Fasziniert vom Jenseits und seiner Herrin entfernt sich der junge Poet immer weiter von der wirklichen Welt, als seine Frau Eurydike ermordet wird…
In „Orphée“ widmet sich Cocteau (nach „Das Blut eines Dichters“) ein zweites Mal dem Mythos um Orpheus und Eurydike. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird Orpheus hier als Poet im Zwiespalt zwischen den Vor- und Nachteilen seiner Popularität dargestellt: „Das Wiedererkennen von Orpheus‘ Person birgt zugleich Annehmlichkeiten (ein Polizist erkennt Orpheus und lässt ihn ohne Ausweiskontrolle passieren) und Potential für Gefahrensituationen (als Orpheus des Mordes verdächtigt wird, kann er sich kaum an öffentlichen Plätzen aufhalten, da man ihn sofort wiedererkennen würde oder seine Präsenz durch viele Fans Aufsehen erregen würde).“ Björn Last, filmzentrale.com

Der Regisseur versetzt die Geschichte in das zeitgenössische Frankreich der 50er Jahre und verwebt mythologische Motive mit modernen Elementen. So wird beispielsweise ein Spiegel zur Pforte ins Totenreich und ein Autoradio dient zum Empfang von poetischen Botschaften von dort.

Das Offkino freut sich, Ihnen diesen inzwischen rar gewordenen Film, in der seltenen französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln präsentieren zu dürfen.